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Welle der Entlassungen in Deutschland

Automobilzulieferer und Technologiekonzerne von Stellenabbau betroffen

Welle der Entlassungen in Deutschland

In Deutschland zeichnet sich eine neue Welle von Entlassungen ab, die verschiedene Branchen betrifft. Der Automobilzulieferer Bosch plant bis Ende 2026 den Abbau von rund 1.200 Stellen im Geschäftsbereich Cross-Domain Computing Solutions, wobei 950 Stellen in Deutschland betroffen sind. Dieser Schritt wird mit der langsamer als erwarteten Entwicklung zum vollautomatisierten Fahren begründet. Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern sollen aufgenommen werden. Die Standorte Abstatt, Hildesheim, Leonberg, Renningen und Schwieberdingen sind hiervon betroffen. Der Stellenabbau soll sozialverträglich erfolgen, wobei konkrete Maßnahmen noch nicht bekannt sind. Eine betriebsbedingte Kündigung an deutschen Mobility-Standorten ist bis Ende 2027 ausgeschlossen.

Auch der Autozulieferer ZF sieht sich gezwungen, Arbeitsplätze zu reduzieren. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen 12.000 Stellen in Deutschland gestrichen werden, was einem Viertel der inländischen Belegschaft entspricht. Besonders betroffen ist das Werk in Schweinfurt, dessen Schließung und Verlagerung ins Ausland befürchtet wird.

Continental, ein weiterer Konkurrent in der Automobilzulieferbranche, muss ebenfalls sparen. 1.600 Tarifbeschäftigte im Unternehmensbereich Automotive wurden von einer 40-Stunden-Woche auf die tariflich vereinbarten 35 Stunden reduziert, was eine Kostensenkung für das Unternehmen und geringere Einkommen für die Mitarbeiter bedeutet. Zusätzlich wird überlegt, weltweit 5.500 und in Deutschland 1.000 Stellen zu kürzen.

In anderen Branchen sieht es ähnlich aus. Bayer plant im Zuge des Umbaus unter dem neuen Chef Bill Anderson zahlreiche Kündigungen. Der genaue Umfang ist noch unklar, soll aber bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Miele erwägt, bis zu 1.500 Mitarbeiter zu entlassen und die Waschmaschinenproduktion möglicherweise nach Polen zu verlegen.

Im Bereich der erneuerbaren Energien droht der Schweizer Solarmodulhersteller Meyer Burger mit der Schließung seines Standorts in Freiberg, Sachsen, sollte es keine ausreichenden Maßnahmen zur Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen in Europa geben.

Auch Technologieunternehmen wie Google sind betroffen. Google plant, in diesem Jahr in große Prioritäten zu investieren, was zur Streichung von Stellen führen wird. Bereits angekündigt wurde der Abbau von hunderten Stellen in verschiedenen Bereichen sowie die Streichung von 12.000 Stellen. Andere Technologieunternehmen wie Unity, Amazon, Meta und Discord haben ebenfalls Entlassungen angekündigt.

Diese Entwicklungen spiegeln die wirtschaftliche Situation in Deutschland wider. Trotz der Aussicht auf moderates Wachstum wird für 2024 ein BIP-Plus von nur 0,8 Prozent erwartet, was Deutschland gemeinsam mit Finnland zum Schlusslicht der Euro-Zone macht. Dieses geringe Wachstum wird nicht ausreichen, um die in den letzten Jahren abgebauten Stellen zu kompensieren.

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