ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Weizen-Futures unter Druck: Ölpreiseinbruch zieht Getreidemärkte mit

Fortschritte bei Iran-Atomgesprächen lassen Ölpreise um 6% abstürzen und belasten Weizen-, Mais- und Sojabohnen-Futures an der CBOT.

Weizen-Futures unter Druck: Ölpreiseinbruch zieht Getreidemärkte mit

Die Weizen-Futures an der Chicago Board of Trade (CBOT) haben am Mittwoch deutlich nachgegeben. Auslöser war ein massiver Einbruch der Ölpreise um rund 6%, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass sich die Verhandlungen mit dem Iran in der Endphase befänden. Die Aussicht auf ein mögliches Atomabkommen und damit verbundene Lockerungen von Ölsanktionen setzte die Energiemärkte unter starken Druck – und dieser Druck übertrug sich auf die gesamten Rohstoffmärkte, einschließlich der Getreidesegmente.

Neben Weizen schlossen auch Mais- und Sojabohnen-Futures schwächer. Die enge Korrelation zwischen Energie- und Agrarmärkten zeigt sich in solchen Momenten besonders deutlich: Sinkende Ölpreise reduzieren die Produktionskosten für Biokraftstoffe und dämpfen damit die Nachfrage nach Agrarrohstoffen als Energiealternative.

Weizenkurse im Detail

Beim Soft Red Winterweizen für die Juli-Lieferung an der CBOT verzeichneten Händler einen Rückgang von 6-3/4 Cents auf einen Schlusskurs von 6,60-1/2 US-Dollar pro Scheffel. Der Hard Red Winterweizen an der Kansas City Board of Trade für Juli verlor 5 Cents und schloss bei 6,98-3/4 US-Dollar pro Scheffel. Minneapolis-Sommerweizen für Juli gab ebenfalls nach und endete 2 Cents tiefer bei 6,94-1/2 US-Dollar pro Scheffel.

Alle drei wichtigen Weizensorten standen damit unter Verkaufsdruck, wobei der Soft Red Winterweizen den stärksten prozentualen Rückgang verzeichnete. Für deutsche Anleger und Marktbeobachter sind diese US-Notierungen besonders relevant, da die CBOT-Preise als globale Referenz für den Weizenhandel gelten und die europäischen Märkte maßgeblich beeinflussen.

Dürre in den US-Plains bleibt ein Risikofaktor

Trotz des allgemeinen Abwärtsdrucks beobachteten Marktteilnehmer weiterhin die Wetterlage in den von Dürre betroffenen US-Plains aufmerksam. Das Potenzial für Regenfälle in der Region wurde registriert, doch die monatelange Trockenheit hat bereits sichtbare Schäden hinterlassen: tiefe Risse in den Böden und verkümmerte Ernten sind die Folge. Diese strukturellen Schäden lassen sich durch kurzfristige Niederschläge nur begrenzt ausgleichen.

Die Dürresituation in den Great Plains – einer der wichtigsten Weizenanbauregionen der Welt – bleibt damit ein mittelfristiger Unsicherheitsfaktor für die globale Weizenversorgung. Sollten die Regenfälle ausbleiben oder zu spät kommen, könnte dies die Ernteschätzungen für die laufende Saison weiter nach unten drücken und den Preisrückgang zumindest teilweise abfedern.

Die Entwicklungen rund um die Iran-Verhandlungen und deren Auswirkungen auf die Energiemärkte dürften auch in den kommenden Handelstagen ein bestimmender Faktor für die Rohstoffmärkte insgesamt bleiben. Anleger und Händler beobachten die diplomatischen Fortschritte daher mit großer Aufmerksamkeit.

Weizen-FuturesCBOTÖlpreisIran-AbkommenGetreidemarktRohstoffmarktWinterweizen

Disclaimer