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Weizen-Futures steigen nach neuen Störungen im Schwarzmeerraum

Militärische Angriffe auf Schiffe und Häfen nahe Odessa und Taganrog belasten die globalen Getreideexportrouten erheblich.

Weizen-Futures steigen nach neuen Störungen im Schwarzmeerraum

Die Weizen-Futures an der Chicago Board of Trade (CBOT) haben am Mittwochmorgen fester notiert. Auslöser waren neue Störungen der Getreidelieferungen über das Schwarze Meer, die erneut Sorgen über die weltweite Angebotslage schürten. Erwartet wurde ein Handelsstart mit einem Plus von 2 bis 4 Cent pro Scheffel um 8:30 Uhr CDT.

Der September-Kontrakt für Soft Red Winterweizen an der CBOT notierte zuletzt 3 Cent höher bei 6,65½ US-Dollar pro Scheffel. Hard Red Winterweizen für September in Kansas City stieg um 4½ Cent auf 7,30¾ US-Dollar pro Scheffel, während der September-Sommerweizen in Minneapolis um 1 Cent auf 7,03½ US-Dollar pro Scheffel zulegte.

Angriffe auf Schiffe und Häfen verschärfen die Lage

Russland meldete, dass seine Streitkräfte zwei Schiffe angegriffen haben, die Waffen und militärische Ausrüstung zu ukrainischen Häfen nahe Odessa transportierten. Odessa gilt als einer der wichtigsten Umschlagplätze für ukrainisches Getreide und ist für die globale Versorgung mit Weizen von zentraler Bedeutung.

Gleichzeitig traf ein Raketenangriff die russische Hafenstadt Taganrog am Asowschen Meer. Taganrog ist ein bedeutendes Drehkreuz für russische Getreideexporte, sodass die Störungen nun beide Seiten des Konflikts betreffen und die ohnehin angespannten Exportrouten weiter belasten.

Schwarzmeer-Routen schon länger unter Druck

Die militärischen Operationen in der Schwarzmeerregion beeinträchtigen Getreideexportrouten, die bereits durch den anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg stark unter Druck stehen. Russland und die Ukraine gehören gemeinsam zu den weltgrößten Weizenexporteuren und versorgen zahlreiche Länder in Afrika, dem Nahen Osten und Asien.

Für deutsche und europäische Anleger sind die Entwicklungen am Weizenmarkt von besonderem Interesse, da Preisschwankungen bei Agrarrohstoffen direkte Auswirkungen auf Lebensmittelpreise und die Inflation haben können. Die anhaltende Unsicherheit rund um die Schwarzmeer-Exportrouten bleibt damit ein zentraler Preistreiber an den internationalen Getreidebörsen.

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