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Weizen-Futures steigen dank Ölpreisanstieg und schwachem Dollar

Gestiegene Rohölpreise, ein schwächerer US-Dollar und Spannungen im Nahen Osten treiben die Weizen-Futures an der CBOT nach oben.

Weizen-Futures steigen dank Ölpreisanstieg und schwachem Dollar

Die Weizen-Futures an der Chicago Board of Trade (CBOT) haben am Montag fester geschlossen. Gleich mehrere Faktoren stützten die Kurse: gestiegene Rohölpreise, ein schwächerer US-Dollar sowie eine sogenannte Kriegsprämie infolge des eskalierenden Konflikts im Nahen Osten. Der CBOT-Weizen für Juli schloss 13 Cent höher bei 6,29-3/4 US-Dollar pro Scheffel.

Auch die anderen Weizensorten legten zu. Der K.C.-Weizen für Juli stieg um 8-1/4 Cent auf 6,67-1/4 US-Dollar pro Scheffel. Der Minneapolis-Sommerweizen für Juli schloss dagegen unverändert bei 6,76 US-Dollar pro Scheffel.

Ölpreise als wichtiger Kurstreiber

Ein wesentlicher Impulsgeber für den Weizenmarkt waren am Montag die Rohölpreise, die um rund 3 Prozent auf ein Zwei-Wochen-Hoch kletterten. Hintergrund sind ins Stocken geratene Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran sowie begrenzte Lieferungen durch die Straße von Hormus, die das weltweite Ölangebot knapp halten. Steigende Energiepreise erhöhen in der Regel die Produktions- und Transportkosten für Agrarrohstoffe und wirken sich damit stützend auf Getreidepreise aus.

Hinzu kommt der schwächere US-Dollar, der Agrarrohstoffe für Käufer aus anderen Währungsräumen günstiger macht und so die Nachfrage ankurbelt. Für deutsche und europäische Importeure bedeutet ein schwacher Dollar tendenziell niedrigere Einkaufspreise in Euro – ein Faktor, den Marktteilnehmer stets im Blick behalten.

Dürre im US-Weizengürtel bleibt ein Risiko

Parallel zu den geopolitischen Entwicklungen beobachten Marktteilnehmer die Wetterlage im Weizengürtel der US-Plains genau. Zwar werden in den kommenden zwei Wochen Regenfälle erwartet, die zur Entlastung der durch Dürre gestressten Bestände beitragen könnten. Laut einer Analystennotiz dürfte jedoch kurzfristig etwa ein Drittel des Winterweizens weiterhin unter Trockenstress stehen.

In einigen Anbaugebieten könnten bereits Ertragseinbußen eingetreten sein, und für andere trockene Regionen wird prognostiziert, dass der Regen ausbleibt. Die Unsicherheit über die tatsächliche Erntegröße bleibt damit ein preisunterstützender Faktor an den Terminmärkten. Für Anleger und Agrarunternehmen weltweit ist die Entwicklung in den US-Plains von zentraler Bedeutung, da die USA zu den größten Weizenexporteuren der Welt zählen.

Die Kombination aus geopolitischen Spannungen, Energiepreisanstieg und Wetterrisiken sorgt derzeit für ein unterstützendes Umfeld an den Weizen-Terminmärkten. Ob sich der Aufwärtstrend fortsetzt, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Lage im Nahen Osten entwickelt und ob die erwarteten Regenfälle in den US-Plains tatsächlich einsetzen.

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