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Wasserstoffwirtschaft: Deutschlands große Chance für eine grüne Zukunft

Warum eine rasche Infrastrukturschaffung entscheidend ist und politische Maßnahmen gefordert sind

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Wasserstoffwirtschaft: Deutschlands große Chance für eine grüne Zukunft

Seit über drei Jahren steht Deutschland im Zeichen des Wasserstoffzeitalters. Doch trotz aller Versprechungen und des Enthusiasmus, der diese Transformation begleitet hat, ist die Umsetzung ins Stocken geraten. Der Schlüssel zur Realisierung liegt nun in der raschen Schaffung einer Wasserstoffleitungsinfrastruktur.

In diesem Herbst 2023 steht viel auf dem Spiel, denn der Aufbau dieser Infrastruktur ist von entscheidender Bedeutung. Die Betreiber der Erdgasleitungen zeigen prinzipiell Bereitschaft, diese Aufgabe zu übernehmen, sei es durch die Umnutzung bestehender Gasleitungen oder den Neubau von Wasserstoffleitungen. Allerdings sind sie darauf angewiesen, dass der Staat in der Anfangsphase einen Teil des Investitionsrisikos übernimmt und gleichzeitig eine attraktive Rendite ermöglicht, um Geldgeber anzulocken.

Hier offenbart sich ein Dilemma: Der Staat wünscht sich ein Wasserstoffnetz, während die Betreiber Sicherheit und Rendite fordern. Dieses scheinbar einfache Geben und Nehmen ist jedoch in der Praxis umstritten und erfordert politische Entscheidungen. Im Zentrum steht die Lösung des sogenannten "Henne-Ei-Problems". Bis heute existieren keine bedeutenden Kapazitäten für die Produktion von grünem Wasserstoff, da die notwendige Transportinfrastruktur fehlt.

Umgekehrt kann die Transportinfrastruktur nur dann errichtet werden, wenn es eine reale Nachfrage nach Wasserstoff gibt. Ein Beispiel hierfür sind die Stahlhersteller, die bereits Milliarden in wasserstoffbasierte Produktionsverfahren investieren. Allerdings geschah dies unter staatlicher Unterstützung, da sie diese Entscheidungen nicht aus eigener Initiative getroffen hätten. Dennoch bestehen erhebliche Risiken, insbesondere in Bezug auf die zukünftige Wasserstoffversorgung.

Die Bundesregierung hat jetzt die Möglichkeit, Klarheit zu schaffen und den Aufbau der erforderlichen Infrastruktur zu ermöglichen. Es gibt keine grundsätzlichen Fragen mehr zu klären. Die große Vision und der Streit um Details stehen momentan in einem offensichtlichen Widerspruch zueinander, den es schnell zu überwinden gilt. Deutschland muss die Wasserstoffvision nun zügig zur Realität werden lassen.

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