Wasser als Wertanlage: Chancen für Anleger im wachsenden Markt
Von Trinkwasserversorgung bis Technologie: Diversifizierte Investitionsmöglichkeiten in die Zukunft des Wassers

Die steigende Trockenheit in vielen Teilen der Welt hat das Bewusstsein für die Knappheit des kostbaren Rohstoffs Wasser geschärft. Obwohl die Erde zu großen Teilen von Wasser bedeckt ist, sind nur weniger als drei Prozent davon trinkbar. Diese Ressource ist zudem ungleich verteilt, was zu einer mangelnden Wasserversorgung in vielen südlichen Ländern führt. Die Vereinten Nationen (UN) haben erkannt, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Wasserversorgung zu verbessern und den steigenden Bedarf angesichts des Klimawandels zu decken.
Für Anleger eröffnen sich hierbei interessante Möglichkeiten. Eine Option, um von der Wasserthematik zu profitieren, sind spezielle Aktien, Fonds oder ETFs, die in Unternehmen investieren, die Lösungen zur effizienteren Nutzung von Wasser anbieten. Andreas Fruschki von Allianz Global Investors erklärt, dass ihr Ansatz darin besteht, Wasserknappheit durch drei Lösungswege zu begegnen: Wasserversorgung, Effizienzsteigerung der Wassernutzung und Wasserqualität.
Investitionen in Lösungsanbieter
Der Allianz Global Water Fonds, verwaltet von Fruschki, investiert nicht direkt in Wasser als Rohstoff, sondern in Unternehmen, die Technologien und Dienstleistungen zur effizienteren Nutzung von Wasser entwickeln. Dies umfasst Unternehmen in Bereichen wie Wasserspeicherung, Wassernetzbetrieb, Bewässerungsausrüstung und Wasseraufbereitung. Effizientes Wassermanagement wird hier als Schlüsselthema angesehen.
Ein Beispiel für ein Unternehmen, in das der Fonds investiert, ist Veolia Environnement, ein französischer Konzern, der weltweit führend in Wasser- und Abfalldienstleistungen ist. Veolia Water, eine Tochtergesellschaft von Veolia, baut Trinkwasseraufbereitungsanlagen und Meerwasserentsalzungsanlagen in verschiedenen Teilen der Welt. Im ersten Halbjahr 2023 verzeichnete Veolia einen Umsatzanstieg von 14 Prozent auf 22,75 Milliarden Euro und einen Nettoertrag von 662 Millionen Euro, wobei mehr als 40 Prozent des Umsatzes auf Veolia Water entfielen.
Investitionschancen in den USA
In den USA ist American Water Works das größte Wasserversorgungsunternehmen und eine beliebte Wahl für Wasserfonds. Das Unternehmen bedient 3,4 Millionen Kunden in 24 Bundesstaaten, darunter Privathaushalte, Industrieunternehmen und staatliche Einrichtungen. Es ist in die Trink- und Abwasseraufbereitung sowie den Betrieb von Wasseranlagen und -leitungen involviert. American Water unterliegt staatlicher Regulierung bei der Festlegung von Wasserversorgungstarifen. Im dritten Quartal 2023 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzanstieg von rund acht Prozent auf 1,17 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinnanstieg auf 323 Millionen US-Dollar.
Diversifikation durch ETFs
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Zur AktienanalyseFür Anleger, die breiter in den Wassersektor investieren möchten, bietet sich der iShares Global Water ETF an. Dieser bildet den S&P Global Water Index ab und ermöglicht Anlegern Zugang zu den 50 größten börsennotierten Unternehmen weltweit, die in der Wasserversorgung und -aufbereitung tätig sind. Zu den Unternehmen im Index zählen neben Veolia Environnement und American Water Works auch Xylem, ein führender Hersteller von Wasseraufbereitungsanlagen. Der ETF hat eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,65 Prozent pro Jahr und schüttet halbjährlich Dividenden aus. Mit einem breiten Portfolio bietet er eine diversifizierte Möglichkeit, in den Wassermarkt zu investieren.
In Anbetracht der steigenden Nachfrage nach sauberem Wasser und der Bemühungen, die Wasserversorgung zu verbessern, könnten Investitionen in den Wassersektor langfristig attraktive Renditen bieten. Anleger sollten jedoch immer ihre persönlichen Finanzziele und Risikobereitschaft berücksichtigen, bevor sie sich für eine bestimmte Anlagestrategie entscheiden.


