Warum Lebensmittel teuer bleiben werden
Wie Lebensmittelhersteller und Einzelhändler die Preise in die Höhe treiben

Die steigenden Lebensmittelpreise in Deutschland belasten Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin. Die Nahrungsmittelpreise stiegen im März um 22,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und sind damit dreimal so hoch wie die Gesamtteuerung. Ein Blick auf die Preistreiber zeigt, dass die Preise für Zucker um 70,9 Prozent und für Molkereiprodukte und Eier um 34,6 Prozent gestiegen sind. Besonders betroffen sind pflanzliche Erzeugnisse, bei denen der Preisauftrieb zuletzt bei 6,8 Prozent lag, im Vergleich zu 30,5 Prozent bei tierischer Erzeugung.
Die gestiegenen Lebensmittelpreise belasten Verbraucherinnen und Verbraucher hart. Die Verbraucherzentrale Bundesverband mahnt einen kritischen Blick der Politik und des Kartellamtes auf Handel und Lebensmittelhersteller an, um zu prüfen, ob Unternehmen die Lage nutzen, um die eigenen Erträge zu verbessern. Experten geben zu bedenken, dass der Einzelhandel selbst ein großer Preistreiber ist, da die wachsende Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel zu einer marktbeherrschenden Stellung von Edeka, Rewe, Schwarz und Aldi führt.
Allerdings gibt es auch einen Hoffnungsschimmer: Der Inflationsdruck scheint bei Lebensmitteln zumindest ein wenig abzunehmen, da die Produzentenpreise landwirtschaftlicher Produkte im Februar nur um 20,4 Prozent höher lagen als im Vorjahresmonat. Es wird allerdings noch einige Zeit dauern, bis sich diese Entspannungen in der Wertschöpfungskette fortsetzen und letztendlich beim Verbraucher ankommen. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich daher auf eine längere Zeit einstellen, in der sie einen weitaus größeren Teil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben müssen als in früheren Jahren.
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