ANZEIGE

Warum Biden die Ölpreise nicht deckeln kann

Hoher Benzinpreis für die meisten Wähler eine rote Linie

•• 4 Min
Warum Biden die Ölpreise nicht deckeln kann

Die Ölpreise erreichten in dieser Woche den höchsten Stand seit Oktober 2014 und veranlassten die US-Regierung zu erneuten Zusagen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Preise an den Zapfsäulen für die Amerikaner zu senken. In dieser Woche wurde der Ölpreis sogar höher gehandelt als im November 2021. Damals hatte die Regierung Biden die Freigabe von 50 Millionen Barrel Rohöl aus der Strategischen Erdölreserve (SPR) angekündigt, um die hohen Benzinpreise in Abstimmung mit anderen großen Öl verbrauchenden Nationen zu senken.

Nachdem die Benzinpreise in den Vereinigten Staaten zwischen Ende November und Anfang Dezember gefallen waren - was auf den Ausverkauf des Marktes infolge der Omicron-Panik und nicht auf die Freigabe der SPR zurückzuführen war -, begannen sie in diesem Jahr wieder zu steigen, da die internationalen Rohölpreise aufgrund des knapperen als erwarteten Angebots und der trotz der Omicron-Welle ungebrochenen Nachfrage wieder anzogen.

Steigende Rohölpreise treiben den nationalen Durchschnitt der USA in die Höhe, so die AAA am Donnerstag, als der Durchschnittspreis für Normalbenzin bei 3,32 Dollar pro Gallone lag.

Die Biden-Regierung sucht wieder einmal nach Lösungen, da die hohen Benzinpreise für die meisten Wähler eine rote Linie darstellen. Hohe Benzinpreise und die höchste jährliche Inflation in Amerika seit 40 Jahren sind für Präsident Joe Biden zu einem heiklen politischen Thema geworden. Dieses Jahr ist auch ein Jahr der Zwischenwahlen, in dem die Demokraten mit Lösungen aufwarten müssen - und darauf hoffen, dass globale Ereignisse sie retten -, wenn sie die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat behalten wollen.

"Wir werden weiter daran arbeiten, die verfügbaren Ölvorräte zu erhöhen", sagte Präsident Biden am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

Analysten sehen jedoch nur wenige Möglichkeiten für die Regierung, direkt auf die internationalen Rohölpreise einzuwirken, die der Hauptgrund für die steigenden Benzinpreise sind.

Die Regierung Biden ist bereit, ihre Instrumente einzusetzen, um dem jüngsten Anstieg der Ölpreise zu begegnen, sagte eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates diese Woche.

"Wir arbeiten weiterhin mit den Erzeuger- und Verbraucherländern zusammen, und diese Schritte haben sich tatsächlich auf die Preise ausgewirkt, so dass wir auch weiterhin die Möglichkeit haben, auf die Preise einzuwirken", sagte Emily Horne, die von Reuters zitiert wurde.

"Wir werden die Preise weiterhin im Kontext des globalen Wirtschaftswachstums beobachten und unsere OPEC+-Partner gegebenenfalls einbeziehen." fügte Horne hinzu.

Dies war am Dienstag. Am Donnerstag lag der Preis für Brent-Rohöl kurzzeitig bei knapp über 89 Dollar pro Barrel, während Analysten, Investmentbanken und sogar einige OPEC-Vertreter glauben, dass der Ölpreis auf 100 Dollar pro Barrel zusteuert.

"Es gibt nur sehr wenige energierelevante Themen, mit denen sich die Wähler besser identifizieren können als mit den Benzinpreisen, und Öl ist das Herzstück des Benzinpreises", sagte Kevin Book, Geschäftsführer des Forschungsunternehmens ClearView Energy Partners, gegenüber Bloomberg. Dennoch sind Eingriffe in den Ölmarkt schwierig", fügte Book hinzu.

Hohe Öl- und Benzinpreise könnten zu einer gewissen Zerstörung der Nachfrage führen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die herrschenden Politiker in Amerika und anderswo weiterhin mit der Missbilligung der Wähler konfrontiert sein werden, die für teures Benzin und Lebensmittel zahlen. Eine ähnliche Situation könnte sich auch in vielen europäischen Ländern aufgrund der rekordhohen Erdgas- und Stromrechnungen ergeben.

Im Vereinigten Königreich beispielsweise steht das Schlimmste noch bevor: Die Energiemarktaufsichtsbehörde Ofgem will ab April die so genannte Energiepreisobergrenze anheben und damit Millionen von Haushalten in die Energiearmut treiben, so dass viele Menschen zwischen Essen und Heizen wählen müssen.

Einem Bericht des Guardian zufolge, der sich auf Untersuchungen der Denkfabrik Resolution Foundation beruft, wird sich die Zahl der von Energiearmut betroffenen Haushalte im Vereinigten Königreich nach der Anpassung der Energiepreisobergrenze im April auf 6,3 Millionen verdreifachen. Angesichts dieser Prognosen mehren sich die Rufe an die Regierung, etwas dagegen zu unternehmen.

Vom Vereinigten Königreich über die USA bis hin zu vielen anderen entwickelten Volkswirtschaften stehen die Politiker unter großem Druck, etwas zu unternehmen, um die Belastung der Verbraucher zu verringern. Das Problem ist, dass sie nur wenige Möglichkeiten haben, den Ölmarkt zu beeinflussen, der von den Gesetzen von Angebot und Nachfrage und der OPEC+ bestimmt wird. Selbst die OPEC+ kann den Markt nicht mit Öl überschwemmen: Nur wenige Mitglieder können mehr pumpen, als sie es ohnehin schon tun, und selbst diejenigen, die es können, tun dies auf Kosten einer Verringerung der weltweiten freien Produktionskapazität.

ÖlpreisUSA

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.