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Warren Buffetts ETF-Empfehlung: Warum der S&P 500 gewinnt

Der Starinvestor empfiehlt Durchschnittsanlegern einen einzigen Fonds – und die historischen Zahlen geben ihm recht.

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Warren Buffetts ETF-Empfehlung: Warum der S&P 500 gewinnt

Warren Buffett gilt als einer der erfolgreichsten Aktienanleger aller Zeiten. Doch sein Rat für den Durchschnittsanleger ist überraschend simpel: Kaufe einen ETF, der den S&P 500 abbildet. Dieser Rat mag von einem Mann, der sein Vermögen mit der Auswahl einzelner Aktien aufgebaut hat, paradox klingen – doch Buffett hat ihn immer wieder bekräftigt.

Bereits auf der Berkshire-Hathaway-Jahreshauptversammlung 2020 erklärte Buffett, dass „für die meisten Menschen das Beste ist, einen S&P 500 Indexfonds zu besitzen". Es war nicht das erste Mal, dass er sich so klar positionierte. Schon 2013 gab er bekannt, dass nach seinem Tod 90 Prozent des Barvermögens für seine Frau in einen S&P 500 Indexfonds investiert werden sollen – wobei er ausdrücklich den Anbieter Vanguard empfahl.

Buffetts berühmte Wette auf den S&P 500

Besonders eindrucksvoll bewies Buffett seine Überzeugung im Jahr 2008: Er wettete eine Million US-Dollar darauf, dass ein S&P 500-Fonds über einen Zeitraum von zehn Jahren eine Gruppe von fünf handverlesenen Hedgefonds übertreffen würde. Das Ergebnis war eindeutig. Der S&P 500-Fonds erzielte in dieser Zeit eine Gesamtrendite von rund 126 Prozent, während die fünf aktiv verwalteten Fonds im Durchschnitt lediglich auf eine Gesamtrendite von etwa 36 Prozent kamen. Buffett gewann die Wette klar.

Für deutsche Privatanleger ist dieser Vergleich besonders aufschlussreich. Aktiv gemanagte Fonds verlangen in der Regel höhere Gebühren und versprechen Überrenditen – doch die Praxis zeigt, dass sie den breiten Markt langfristig selten schlagen. Der S&P 500 ETF, etwa der Vanguard S&P 500 ETF (VOO), bietet dagegen kostengünstige Partizipation an der Wertentwicklung von 500 der größten US-Unternehmen.

Warum der S&P 500 langfristig überzeugt

Die historische Erfolgsbilanz des S&P 500 ist bemerkenswert. Laut einer Analyse von Crestmont Research endete jeder einzelne 20-Jahres-Zeitraum des S&P 500 seit 1919 mit einer positiven Gesamtrendite. Das bedeutet: Wer bereit ist, seinen ETF mindestens ein oder zwei Jahrzehnte zu halten, hat es historisch betrachtet fast schwerer, Geld zu verlieren, als welches zu verdienen.

Hinzu kommt die breite Diversifikation. Der S&P 500 enthält Aktien aus allen großen Branchen der US-Wirtschaft. Zwar entfallen beim Vanguard S&P 500 ETF knapp 40 Prozent auf den Informationstechnologiesektor, doch der Fonds bietet gleichzeitig Zugang zu Large-Cap-Unternehmen aus Gesundheit, Finanzen, Energie, Konsumgütern und vielen weiteren Sektoren.

Historisch gesehen hat der S&P 500 eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 10 Prozent erzielt. Diese Zahl klingt zunächst unspektakulär, entfaltet aber durch den Zinseszinseffekt über lange Zeiträume eine enorme Wirkung.

Mit 200 Dollar monatlich zur Million

Ein konkretes Rechenbeispiel verdeutlicht das Potenzial: Wer monatlich 200 US-Dollar in einen S&P 500 ETF investiert und der Fonds erzielt weiterhin Renditen im Einklang mit seinem historischen Durchschnitt von 10 Prozent jährlich, würde nach rund 40 Jahren konsequenter Investitionen ein Gesamtersparnis von einer Million US-Dollar erreichen.

Das ist der zentrale Kompromiss beim S&P 500 ETF: Es handelt sich um einen passiven Fonds, der minimalen Aufwand erfordert, aber auch nicht die spektakulären Renditen einzelner Wachstumsaktien verspricht. Buffett selbst hat den Großteil seines eigenen Vermögens mit einem Portfolio aus Einzelaktien aufgebaut – und empfiehlt den Indexfonds dennoch für die breite Masse der Anleger.

Für Investoren, die langfristige Stabilität und eine starke historische Erfolgsbilanz einem unkomplizierten, kostengünstigen Fonds vorziehen, könnte der S&P 500 ETF eine der klügsten Entscheidungen sein, die sie treffen können. Die Botschaft von Warren Buffett ist klar: Einfachheit schlägt Komplexität – zumindest für den Durchschnittsanleger.

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