Warren Buffett will 140 Milliarden Dollar bis 2034 spenden
Der Berkshire-Hathaway-Gründer beschleunigt seine Philanthropie und setzt sich ein klares Enddatum für seine gesamte Vermögensspende.

Warren Buffett, der im Ruhestand befindliche ehemalige CEO von Berkshire Hathaway, hat ein neues und ambitioniertes Ziel für seine Wohltätigkeitsarbeit gesetzt: Bis zum 31. Dezember 2034 will er sein gesamtes verbleibendes Vermögen in Höhe von rund 140 Milliarden US-Dollar an vier Familienstiftungen verschenken. Das entspricht einer jährlichen Ausschüttung von etwa 17 Milliarden Dollar – eine Summe, die selbst nach den Maßstäben der globalen Philanthropie außergewöhnlich ist.
Den Auftakt machte Buffett bereits am 14. Juli: Er gab bekannt, 8.000 A-Aktien von Berkshire Hathaway in 12 Millionen B-Aktien umzuwandeln und diese anschließend an vier Stiftungen zu spenden. Bei einem Kurs von rund 490 US-Dollar je B-Aktie entspricht diese Transaktion einem Wert von etwa 5,9 Milliarden Dollar.
Die Empfänger der Spende sind ausschließlich Stiftungen mit direktem Familienbezug: 9 Millionen Aktien gehen an die Susan Thompson Buffett Foundation, jeweils 1 Million Aktien erhalten die Sherwood Foundation, die Howard G. Buffett Foundation und die NoVo Foundation. Auffällig ist, dass die Bill & Melinda Gates Foundation diesmal nicht auf der Spendenliste steht – obwohl Buffett dort über viele Jahre hinweg großzügig gespendet hatte.
Klare Struktur für die Familienstiftungen
Die drei letztgenannten Stiftungen werden von Buffetts Kindern geleitet: Die Sherwood Foundation steht unter dem Vorsitz seiner Tochter Susan A. Buffett, die Howard G. Buffett Foundation wird von Sohn Howard Buffett geführt, und die NoVo Foundation leiten Sohn Peter Buffett und seine Frau Jennifer. Buffett erklärte, dass die jährlichen Zuwendungen an diese drei Stiftungen kontinuierlich wachsen sollen.
Die Susan Thompson Buffett Foundation – benannt nach Buffetts erster Frau, die 2004 verstarb – soll dabei mit einer „etwas höheren Rate" bedacht werden als die übrigen drei Stiftungen.
Schrittweise Vergabe schont den Aktienkurs
Die Verteilung des Vermögens erfolgt bewusst in Tranchen über acht Jahre, um den Aktienkurs von Berkshire Hathaway nicht zu stark zu belasten. Tatsächlich fielen die B-Aktien nach der Ankündigung lediglich um rund 1 Prozent – ein Zeichen dafür, dass die Strategie aufgeht.
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Zur AktienanalyseBuffett hält derzeit noch 188.290 A-Aktien, die zu etwa 733.000 Dollar pro Stück gehandelt werden, sowie 1.162 B-Aktien zu je rund 490 Dollar. „Mein Ziel ist es, alle meine Berkshire-Aktien innerhalb von etwa acht Jahren zu veräußern", erklärte Buffett in seiner Mitteilung vom 14. Juli. „Natürlich ist die Sterblichkeit unvorhersehbar, aber meine verbleibenden Aktien werden so oder so bis zum 31. Dezember 2034 an die vier Stiftungen gespendet."
Das Versprechen, sein Vermögen vollständig zu verschenken, ist für Buffett kein neues Thema. Bereits im Jahr 2010 schrieb er: „Mein Versprechen: Mehr als 99% meines Vermögens werden zu Lebzeiten oder nach meinem Tod in die Philanthropie fließen." Damals war er einer der ersten Unterzeichner des sogenannten „Giving Pledge", einer Initiative, mit der Milliardäre sich öffentlich zur Abgabe ihres Reichtums verpflichten.
Mit dem nun gesetzten Enddatum 2034 verleiht Buffett diesem Versprechen eine neue Verbindlichkeit – und macht deutlich, dass er die Vollendung seines philanthropischen Lebenswerks noch zu seinen Lebzeiten anstrebt.

