Warren Buffett bestätigt: Er steckt hinter Berkshires Alphabet-Investment
Buffett räumt ein, die milliardenschwere Alphabet-Position initiiert zu haben – und erklärt, was ihn an dem Unternehmen überzeugt.

Warren Buffett hat persönlich bestätigt, dass er hinter dem milliardenschweren Einstieg von Berkshire Hathaway bei Alphabet steckt. In einem Interview mit dem US-Sender CNBC erklärte der legendäre Investor: „Ich habe sie initiiert." Damit beendete er alle Spekulationen darüber, ob sein Nachfolger Greg Abel für den Kauf verantwortlich war.
Berkshire Hathaway hatte im vergangenen Jahr zunächst Alphabet-Aktien im Wert von rund 4 Milliarden US-Dollar erworben. Die Investition überraschte viele Beobachter, da Buffett Technologieaktien historisch gesehen eher gemieden hatte. Seitdem Greg Abel zu Beginn des Jahres den Posten des CEO übernahm, baute Berkshire die Position massiv aus – um weitere 23 Milliarden US-Dollar oder mehr – und machte Alphabet damit zu einer der größten Beteiligungen des Unternehmens.
Was macht laut Buffett ein gutes Unternehmen aus?
Buffetts Anlagestrategie lässt sich auf eine einfache Formel reduzieren: wunderbare Unternehmen zu einem fairen Preis kaufen. Dabei kommt es ihm vor allem auf zwei Dinge an – die Identifizierung eines wirklich guten Unternehmens und die Bestimmung eines angemessenen Einstiegspreises.
Buffett erklärte in dem Interview präzise, worauf er bei der Unternehmensauswahl achtet: „Der Trick besteht darin, Unternehmen zu finden, die über einen längeren Zeitraum hohe Kapitalrenditen erzielen werden." Als Paradebeispiel nannte er American Express, eine langjährige Kernbeteiligung von Berkshire. Das Unternehmen erzielt eine Eigenkapitalrendite von 34 Prozent – deutlich mehr als andere Banken, die im Durchschnitt nur Renditen im niedrigen zweistelligen Bereich erreichen, und das ohne zusätzliche Risiken einzugehen.
Warum Alphabet diese Kriterien nun erfüllt
Lange Zeit hatten Buffett und sein langjähriger Vize-Vorsitzender Charlie Munger erklärt, dass sie Google – wie das Unternehmen hieß, bevor es in Alphabet umbenannt wurde – nicht kaufen würden. Auf Aktionärsversammlungen von Berkshire räumten die beiden sogar ein, die Qualitäten des Unternehmens zu früh übersehen zu haben.
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Zur AktienanalyseObwohl Buffett im Interview weiteren Fragen zu seiner konkreten Investitionsthese für Alphabet auswich, lässt sich aus seinen Aussagen zur Kapitalrendite ableiten, was ihn letztlich überzeugt hat: Alphabet erfüllt offenbar die Anforderungen an ein Unternehmen, das dauerhaft hohe Renditen auf das eingesetzte Kapital erwirtschaftet – ein zentrales Kriterium in Buffetts Bewertungsrahmen.
Für deutsche Anleger ist der Vorgang aus mehreren Gründen bemerkenswert. Zum einen zeigt er, dass selbst ein 94-jähriger Buffett weiterhin aktiv Investitionsentscheidungen trifft. Zum anderen verdeutlicht der massive Ausbau der Position durch CEO Abel, dass das gesamte Berkshire-Führungsteam von der Qualität des Google-Mutterkonzerns überzeugt ist. Alphabet gehört damit zu den wenigen Technologiewerten, die Buffetts strenge Qualitätskriterien erfüllen – neben dem bereits seit Jahren gehaltenen Apple-Investment.


