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Warnstreiks legen Flugverkehr lahm

Hunderttausende Flugpassagiere betroffen: Warnstreiks am Flughafen verursachen massive Ausfälle

Warnstreiks legen Flugverkehr lahm

Die Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di sorgen heute für erhebliche Beeinträchtigungen des Flugverkehrs an den Flughäfen in Hamburg, Hannover, Bremen und Berlin. Zehntausende Flugreisende müssen am Boden bleiben. Allein in Hamburg sind alle 123 ursprünglich geplanten Starts sowie mindestens 50 der ursprünglich 121 vorgesehenen Landungen abgesagt. Am BER wurden rund 200 Abflüge gestrichen, was etwa 27.000 Passagiere betrifft. In Hannover hatten die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste bereits am Sonntagabend um 21 Uhr die Arbeit niedergelegt, gefolgt vom Warnstreik des Luftsicherheitspersonals um Mitternacht. Der Streik soll genau 24 Stunden dauern.

Hintergrund der Streiks sind erfolglose Tarifverhandlungen für die Bezahlung der Luftsicherheitsbeschäftigten. Dabei geht es vor allem um das Arbeiten zu ungünstigen Uhrzeiten. Auch Verhandlungen für Beschäftigte der Bodenverkehrsdienste sowie für Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen spielen eine Rolle. Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit rund 2,5 Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen 10,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeberseite bietet bislang fünf Prozent mehr Geld in zwei Schritten und Einmalzahlungen in Höhe von 2500 Euro.

Für Reisende könnte es in den kommenden Wochen auch bei anderen Verkehrsmitteln zu Einschränkungen kommen. So zeichnen sich bereits potenzielle Tarifkonflikte in weiteren Bereichen des Verkehrssektors ab. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) befindet sich derzeit in Verhandlungen mit der Deutschen Bahn und 50 weiteren Bahnunternehmen über neue Tarifverträge. Die "Bild am Sonntag" hatte zuvor berichtet, dass die EVG und ver.di für den 27. März bereits einen gemeinsamen Warnstreik planten.

Für Flugreisende bleibt heute nur die Möglichkeit, sich bei ihrer Airline über den Flugstatus zu informieren und gegebenenfalls Alternativen zu suchen. Die Flughäfen rechnen damit, dass es im Laufe des Tages auch zu Auswirkungen auf andere Standorte kommen wird. Reisende sollten sich daher frühzeitig über mögliche Einschränkungen informieren und gegebenenfalls flexibel reagieren können.

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