Warnstreiks legen den Flugverkehr lahm
Hunderte Flüge fallen aus, Tausende Reisende sind betroffen, Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen

Auf den Flughäfen Hamburg, Düsseldorf und Köln/Bonn sind die Sicherheitskräfte im Streik und fordern bessere Arbeitsbedingungen sowie höhere Zuschläge. Das hat zu hunderten von gestrichenen Flügen und einer Vielzahl von enttäuschten Reisenden geführt. Längere Wartezeiten und gestrichene Flüge sind die Folge. Der Airportverband ADV geht davon aus, dass an beiden Tagen rund 700 Abflüge nicht stattfinden werden, wovon etwa 100.000 Passagiere betroffen sind. Der Flughafen Hamburg muss alle Abflüge für heute und morgen streichen, während rund ein Drittel der Ankünfte gestrichen ist. Insgesamt sind etwa 80.000 Reisende betroffen. Die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn haben ebenfalls Ausfälle und längere Wartezeiten gemeldet.
Die Warnstreiks, die von ver.di initiiert wurden, zielen darauf ab, höhere Zeitzuschläge für Nacht-, Samstags-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie eine bessere Bezahlung von Überstunden zu erreichen. Die Tarifverhandlungen im April brachten keine Einigung, da das schriftliche Angebot des Bundesverbands der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) als unzureichend und nicht einigungsfähig angesehen wurde. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 27. und 28. April geplant.
Um die betroffenen Passagiere zu unterstützen, werden die Fluggesellschaften und Reiseveranstalter gebeten, Umbuchungen auf Samstag und die darauffolgenden Tage vorzunehmen. Doch diese Streiks werden sich auf den internationalen und nationalen Luftverkehr auswirken. Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des ADV, kritisierte die Streiks und sagte, dass die Flughäfen als Dauerstreikbühnen missbraucht werden. Die Arbeitskampfmaßnahmen gehen weit über das tolerierbare Maß hinaus und seien völlig unangemessen.
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Zur AktienanalyseNeben den Flughafenstreiks sind auch beim Schienenverkehr Arbeitsniederlegungen geplant. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG hat einen Warnstreik von 03.00 Uhr bis 11.00 Uhr angekündigt, der sich auf den Fernverkehr auswirken könnte und bis zum frühen Abend andauern könnte. Es bleibt abzuwarten, ob die Tarifverhandlungen zu einer Einigung führen werden oder ob weitere Streiks folgen werden.


