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Warnstreiks bei Postbank: Kunden müssen mit Filial-Einschränkungen rechnen

Verdi ruft Postbank-Beschäftigte bundesweit zum Warnstreik auf – Filialen sind betroffen, weitere Aktionen folgen am Samstag.

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Warnstreiks bei Postbank: Kunden müssen mit Filial-Einschränkungen rechnen

Die Postbank-Kunden spüren die laufende Tarifrunde unmittelbar: Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte der Postbank Filialvertrieb AG bundesweit dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Wer heute eine Filiale aufsuchen möchte, muss mit spürbaren Einschränkungen rechnen. Die Warnstreiks sollen den Druck auf die Arbeitgeberseite in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen, die Mitte April gestartet sind.

Auch für diesen Samstag, den 2. Mai, hat Verdi weitere Warnstreikaktionen angekündigt. Die Gewerkschaft setzt damit auf eine Eskalationsstrategie, um ihre Forderungen gegenüber dem Arbeitgeber durchzusetzen. Die nächste offizielle Verhandlungsrunde ist für den 18. Mai in Frankfurt angesetzt.

Verdi fordert acht Prozent mehr Gehalt

Im Kern der Auseinandersetzung steht eine deutliche Lohnerhöhung: Verdi fordert für die Beschäftigten der Postbank – die zum Deutsche-Bank-Konzern gehört – acht Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Für Auszubildende soll es 200 Euro mehr pro Monat geben. Damit reagiert die Gewerkschaft auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten der vergangenen Jahre.

Neben den Gehaltserhöhungen stellt Verdi weitere Forderungen auf den Tisch. Die Gewerkschaft verlangt eine verbindliche Beschäftigungs- und Standortsicherung sowie einen rechtlich verankerten Anspruch auf Weiterbildung – ausdrücklich auch im Bereich Künstliche Intelligenz. Gerade letzteres Thema gewinnt im Bankensektor zunehmend an Bedeutung, da KI-Technologien klassische Tätigkeiten im Filialgeschäft verändern.

Filialabbau als Hintergrund der Auseinandersetzung

Der Tarifkonflikt findet vor einem strukturellen Umbau statt: Ende vergangenen Jahres betrieb die Postbank bundesweit rund 380 Filialen. Bis Ende 2026 soll dieses Netz auf etwa 320 Standorte schrumpfen. Dieser geplante Abbau dürfte die Forderung nach einer verbindlichen Standortsicherung aus Gewerkschaftssicht besonders dringlich machen.

Für Anleger, die die Deutsche Bank im Depot halten, ist der Tarifstreit bei der Tochter Postbank ein Faktor, den es zu beobachten gilt. Anhaltende Arbeitskämpfe können den Betrieb belasten und das Kundenvertrauen beeinflussen. Wie schnell sich beide Seiten in Frankfurt einigen, bleibt abzuwarten.

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