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Warner weist Paramount-Offerte zurück

Konzern setzt weiter auf geplante Fusion mit Netflix

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Warner weist Paramount-Offerte zurück

Der US-Medienkonzern Warner Bros. Discovery wird das feindliche Übernahmeangebot von Paramount Skydance nicht weiterverfolgen und damit vorerst an seinem bisherigen Kurs festhalten. Das rund 108 Milliarden Dollar schwere Angebot, das in der vergangenen Woche eingereicht wurde, stieß im Management und bei den Aktionären auf erhebliche Vorbehalte. In einem Schreiben an die Anteilseigner bezeichnete Warner die Offerte als illusorisch und verwies auf offene Fragen zur Finanzierung sowie zu den Bedingungen eines möglichen Zusammenschlusses.

Im Mittelpunkt der Kritik stehen die geplanten Eigentümer- und Kontrollstrukturen nach einer Übernahme durch Paramount. Insbesondere die vorgesehenen Durchgriffsrechte der Familie des Oracle-Gründers Larry Ellison werden bei Warner als potenzielles Risiko für die strategische Unabhängigkeit und die langfristige Ausrichtung des Unternehmens gesehen. Paramount wird von David Ellison geführt, dem Sohn des Milliardärs, was die Diskussionen über Einfluss und Governance zusätzlich verstärkt.

Vor diesem Hintergrund hält Warner weiterhin an der bereits vereinbarten Fusion mit dem Streaminganbieter Netflix fest. Nach Einschätzung des Konzerns verspricht diese Lösung mehr Stabilität, einen höheren strategischen Mehrwert und verlässlichere Rahmenbedingungen als das Angebot von Paramount. Zwar liegt der gebotene Kaufpreis von Netflix mit umgerechnet 82,7 Milliarden Dollar deutlich unter dem Gegenangebot, doch gelten Struktur und Finanzierung als transparenter.

An den Finanzmärkten sorgten zudem politische und personelle Aspekte für Zurückhaltung. Investoren äußerten Bedenken hinsichtlich der Rolle von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, bei der Finanzierung des Paramount-Angebots. Dessen Beteiligungsgesellschaft Affinity Partners zog sich inzwischen aus dem Übernahmewettstreit zurück, was die Zweifel an der Tragfähigkeit des Modells weiter verstärkte.

Das Angebot von Netflix sieht vor, zentrale Vermögenswerte wie den Bezahlsender HBO zu integrieren, während CNN und andere Kabelnetzwerke zuvor abgespalten werden sollen. Paramount hingegen strebt einen Erwerb des gesamten Konzerns an und plant, CNN mit CBS News zusammenzuführen. Warner hatte sich im Oktober zum Verkauf gestellt, nachdem mehrere Interessenten Offerten abgegeben hatten, was einen monatelangen Bieterwettstreit auslöste.

Ungewiss bleibt, ob die geplante Übernahme durch Netflix die notwendigen kartellrechtlichen Genehmigungen erhält. Behörden und Politiker befürchten eine zu starke Marktmacht im Streamingsektor. Netflix würde Zugang zu einer umfangreichen Filmbibliothek sowie zu bekannten Marken und Figuren erhalten. Auch Präsident Trump hat angekündigt, sich in die Entscheidung einzubringen, was den Prozess zusätzlich politisiert.

Warner BrosParamount Übernahme

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