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Warner Bros tendiert zur Ablehnung

Paramounts überarbeitetes Milliardenangebot überzeugt den Verwaltungsrat offenbar nicht

Warner Bros tendiert zur Ablehnung

Der US-Medienkonzern Warner Bros Discovery dürfte das zuletzt nachgebesserte, feindliche Übernahmeangebot von Paramount Skydance in Höhe von 108,4 Milliarden US-Dollar ablehnen. Nach Angaben einer mit den Vorgängen vertrauten Person tendiert der Verwaltungsrat dazu, das Angebot zurückzuweisen, obwohl der Milliardär Larry Ellison persönlich für die Finanzierung der Offerte bürgt. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, das Gremium wolle sich jedoch in der kommenden Woche damit befassen.

Paramount hatte sein Angebot angepasst, um bestehende Zweifel an der Finanzierung auszuräumen. Ellison, dessen Sohn David den Posten des Vorstandsvorsitzenden und CEO von Paramount innehat, sicherte die Eigenkapitalkomponente persönlich ab. An der ursprünglichen Barkomponente von 30 US-Dollar je Aktie hielt Paramount jedoch fest. Zusätzlich erhöhte das Unternehmen die sogenannte Reverse-Break-Fee im Falle regulatorischer Hürden und verlängerte die Frist für das öffentliche Übernahmeangebot.

Trotz dieser Zugeständnisse sieht der Verwaltungsrat von Warner Bros offenbar weiterhin erhebliche Risiken. Das Unternehmen verfolgt parallel einen konkurrierenden Deal mit Netflix, der aus einer Kombination von Bar- und Aktienkomponenten besteht. Das Angebot von Netflix beläuft sich zwar nur auf 82,7 Milliarden US-Dollar, gilt aber als klarer strukturiert und mit geringeren Umsetzungsrisiken verbunden. Sollte Warner Bros von dieser Vereinbarung zurücktreten, wäre eine Vertragsstrafe von 2,8 Milliarden US-Dollar fällig.

Auch Investoren äußerten sich zurückhaltend zu der überarbeiteten Paramount-Offerte. Harris Oakmark, fünftgrößter Aktionär von Warner Bros, bezeichnete das Angebot als nicht ausreichend und verwies darauf, dass es die mögliche Abbruchgebühr gegenüber Netflix nicht vollständig abdecke. Bereits zuvor hatte der Verwaltungsrat die Aktionäre aufgefordert, das Paramount-Angebot abzulehnen, unter anderem wegen Unsicherheiten bei der Finanzierung und fehlender Garantien der Ellison-Familie.

Paramount argumentiert hingegen, sein Vorschlag sei regulatorisch weniger problematisch als der Netflix-Deal. Ein Zusammenschluss von Paramount und Warner Bros würde einen Medienkonzern schaffen, der größer wäre als der Branchenführer Disney, und zugleich zwei große US-Fernsehanbieter vereinen. Gleichwohl haben Politiker beider Parteien in den USA zuletzt Bedenken hinsichtlich einer weiteren Konsolidierung der Medienbranche geäußert. Auch Präsident Donald Trump kündigte an, sich zu dieser möglichen Übernahme äußern zu wollen.

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