Warner Bros. Discovery nimmt Fusionsgespräche mit Paramount wieder auf
Netflix könnte als bevorzugter Bieter in den Wettstreit einsteigen. Aktien beider Medienkonzerne legen deutlich zu.

Warner Bros. Discovery hat die Fusionsverhandlungen mit Paramount Global wieder aufgenommen und bereitet damit die Bühne für einen möglichen Bieterwettstreit. Der Streaming-Riese Netflix gilt dabei als bevorzugter Interessent von Warner. An der Börse reagierten Anleger positiv auf die Nachricht: Die Aktien von Warner Bros. Discovery kletterten um 2,7 Prozent, während Paramount sogar um 4,9 Prozent zulegte. Netflix-Papiere stiegen moderat um 0,2 Prozent.
Die erneute Annäherung der beiden Medienkonzerne erfolgt zu einer Zeit, in der die Branche unter zunehmendem Konsolidierungsdruck steht. Streaming-Anbieter suchen nach Wegen, ihre Content-Bibliotheken zu erweitern und Kosten zu senken. Eine Fusion würde einen der größten Medienkonzerne der Welt schaffen und könnte die Wettbewerbslandschaft nachhaltig verändern.
Immobilienkrise verschärft sich
Parallel zu den Medien-Fusionsplänen spitzt sich die Krise am Gewerbeimmobilienmarkt dramatisch zu. Kreditgeber fordern mittlerweile Kredite in zweistelliger Milliardenhöhe zurück. Viele Banken hatten zunächst auf die Strategie "Extend and Pretend" gesetzt – sie verlängerten fällige Kredite aus Zeiten niedriger Zinsen in der Hoffnung auf sinkende Zinssätze oder steigende Cashflows.
Diese Taktik ist nun gescheitert. Immer mehr Kreditgeber stellen sich der Realität und die Ausfallrate bei gewerblichen Immobilienkrediten steigt sprunghaft an. Experten warnen vor weitreichenden Folgen für den Bankensektor, sollte sich der Trend fortsetzen.
General Mills senkt Prognosen drastisch
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Zur AktienanalyseSchlechte Nachrichten gab es auch vom US-Lebensmittelkonzern General Mills. Der Hersteller von Cheerios und anderen bekannten Marken kappte seine Jahresprognosen sowohl für Umsatz als auch Gewinn. Als Gründe nannte das Unternehmen Inflation, Kürzungen staatlicher Leistungen und geopolitische Unsicherheit, die zu einer "erheblichen Belastung der Verbraucher" geführt hätten.
Vorstandschef Jeff Harmening äußerte sich zudem besorgt über die langfristigen Auswirkungen von Abnehmmedikamenten auf die Lebensmittelbranche. Die neuen GLP-1-Medikamente wie Ozempic und Wegovy könnten das Konsumverhalten nachhaltig verändern. Die Börse strafte die Aktie ab: General Mills verlor am Dienstag sieben Prozent an Wert.


