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Warner Bros Discovery lehnt Übernahmeangebot ab

Paramount Skydance wollte Konzern für knapp 60 Milliarden Dollar übernehmen

Warner Bros Discovery lehnt Übernahmeangebot ab

Der Medienkonzern Warner Bros Discovery hat ein Übernahmeangebot von Paramount Skydance abgelehnt. Nach Angaben einer mit der Angelegenheit vertrauten Person lag das Angebot bei knapp 24 US-Dollar pro Aktie und entsprach damit einem Gesamtwert von etwas weniger als 60 Milliarden Dollar. Der Vorschlag war überwiegend als Barangebot ausgestaltet und hätte die Film- und Fernsehstudios von Warner Bros, mehrere Kabelsender wie CNN sowie den Streamingdienst HBO Max umfasst.

Die Entscheidung fiel am Dienstagmorgen in einer Sitzung des Aufsichtsrats von Warner Bros Discovery. Das Gremium lehnte den Vorschlag nach interner Beratung ab. Angaben zu den Gründen für die Ablehnung wurden nicht gemacht. Auch über mögliche weitere Gespräche zwischen den beiden Unternehmen ist bislang nichts bekannt.

Paramount Skydance, das aus der Fusion des traditionsreichen Filmstudios Paramount Global mit der Produktionsfirma Skydance hervorgegangen ist, wollte mit dem Kauf seine Position im weltweiten Mediengeschäft deutlich ausbauen. Durch die Integration der Warner-Bros-Studios und der zugehörigen Marken hätte der Konzern seine Produktionskapazitäten und sein Vertriebsnetz erheblich erweitert. Warner Bros Discovery wiederum hätte mit dem Verkauf eine der größten Transaktionen der jüngeren Mediengeschichte eingeleitet.

Weder Warner Bros Discovery noch Paramount Skydance gaben auf Anfrage eine Stellungnahme zu dem Vorgang ab. Auch Details zu möglichen weiteren Angeboten oder Verhandlungen wurden nicht öffentlich. Die Ablehnung kommt in einer Phase, in der die Medienbranche weltweit unter erheblichem wirtschaftlichem Druck steht. Streamingdienste kämpfen mit rückläufigem Wachstum, während sinkende Werbeeinnahmen die klassischen Fernsehsender belasten.

Der Marktwert von Warner Bros Discovery war in den vergangenen Monaten stark schwankend, da sich das Unternehmen nach mehreren Umstrukturierungen auf seine Kernmarken und den Ausbau des Streaminggeschäfts konzentriert. Paramount Skydance wiederum sucht nach Wegen, seine Reichweite im internationalen Film- und Serienmarkt zu vergrößern. Ein Zusammenschluss hätte beide Konzerne in eine stärkere Wettbewerbsposition gegenüber Anbietern wie Disney, Netflix und Amazon bringen können.

Mit der Absage durch den Warner-Bros-Discovery-Vorstand bleibt die Zukunft einer möglichen Annäherung der beiden Medienhäuser vorerst offen. Ob Paramount Skydance ein überarbeitetes Angebot vorlegen oder andere strategische Optionen prüfen wird, ist derzeit unklar.

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