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Wall Street wartet auf US-Arbeitsmarktbericht: S&P 500-Futures geben nach

Vor dem Mai-Jobsbericht schwächeln die US-Futures, während der Dow Jones am Donnerstag ein neues Rekordhoch erreichte.

Wall Street wartet auf US-Arbeitsmarktbericht: S&P 500-Futures geben nach

Die Futures auf den S&P 500 tendierten am Donnerstagabend leicht schwächer, während die Märkte auf den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht für Mai blickten. Der breite Marktindex verlor in den Futures rund 0,3%, die Nasdaq-100-Futures gaben um 0,5% nach. Die Futures auf den Dow Jones Industrial Average zeigten sich dagegen kaum verändert.

Im regulären Handel am Donnerstag hatte der Dow Jones Industrial Average noch kräftig zugelegt: Der Blue-Chip-Index kletterte um 874,86 Punkte oder 1,73% auf ein neues Rekordhoch. Der S&P 500 gewann 0,41%, während der Nasdaq Composite um 0,09% nachgab – belastet durch eine Rotation aus dem Technologiesektor heraus.

Lululemon bricht nach Prognose-Senkung ein

Im nachbörslichen Handel sorgte Lululemon Athletica für Aufsehen: Die Aktien des Sportbekleidungsherstellers fielen um 11%, nachdem das Unternehmen seine Gewinn- und Umsatzprognose für das Gesamtjahr gesenkt hatte. Als Begründung nannte Lululemon wirtschaftlichen Gegenwind. Auch der Ausblick für das laufende Quartal lag unter den Erwartungen der Analysten.

Die Marktrotation weg vom Technologiesektor beschäftigt Investoren und Strategen gleichermaßen. Charles Kantor, Senior Portfolio Manager bei Neuberger Wealth, kommentierte die Entwicklung am Donnerstagnachmittag in der CNBC-Sendung „Closing Bell: Overtime": „Viele von uns würden eine Verbreiterung des Marktes bevorzugen, und wenn wir das sagen, meine ich, dass es nicht mehr nur eine Abkehr von den ‚Mag Seven' ist, sondern vielmehr eine Abkehr von Halbleiterausrüstung und Hardware." Er fügte hinzu: „Die Nachfrage-Pipeline für alles, was mit dem Aufbau von Rechenleistung und Rechenzentren zu tun hat, ist von jetzt an bis ins Jahr 2030 eine gewaltige Kraft."

Alle Augen auf den US-Jobsbericht

Im Mittelpunkt des Marktinteresses steht der Bericht zu den Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft (Non-Farm Payrolls) für Mai, der am Freitagmorgen um 8:30 Uhr Ortszeit (ET) veröffentlicht wird. Von Dow Jones befragte Ökonomen erwarten lediglich einen Stellenzuwachs von 80.000 im vergangenen Monat – deutlich unter dem Durchschnitt von 150.000 Stellen der vorangegangenen zwei Monate. Die Arbeitslosenquote soll demnach stabil bei 4,3% verbleiben, unverändert gegenüber April.

Der S&P 500 liegt in der laufenden Woche weniger als 0,1% im Plus. Dieser minimale Zuwachs würde dennoch reichen, um die zehnte positive Woche in Folge zu markieren – die längste Gewinnserie für den Index seit 1985. Der Dow Jones steuert auf ein Wochenplus von rund 1% zu, während der Nasdaq Composite auf einen Wochenverlust von 0,5% zusteuert.

Südkoreanische Aktien unter Druck

Die schwache Stimmung im Technologiesektor griff am Freitag auf die asiatischen Märkte über. Südkoreanische Aktien brachen ein und führten die regionalen Verluste an: Der Kospi verlor zuletzt 4,11%. Besonders hart traf es die Schwergewichte Samsung und SK Hynix, die um 6% bzw. 8% nachgaben. Der Small-Cap-Index Kosdaq fiel um 2,41%. Hongkongs Hang Seng Index verlor 0,46%, der chinesische CSI 300 gab um 0,29% nach.

S&P Dow Jones Indices hält an Aufnahmeregeln fest

Eine wichtige Entscheidung traf am Donnerstag auch S&P Dow Jones Indices: Der Indexanbieter gab bekannt, keine Änderungen an den Zulassungskriterien für die Aufnahme von Aktien in den S&P 500, S&P MidCap 400 oder S&P SmallCap 600 vorzunehmen. Konkret bedeutet das: Börsengänge (IPOs) müssen weiterhin mindestens 12 Monate lang an einer zugelassenen Börse gehandelt werden, bevor sie für eine Indexaufnahme in Frage kommen. Eine zuvor diskutierte Verkürzung dieser sogenannten IPO-Reifezeit auf sechs Monate wurde verworfen.

Diese Entscheidung hat unmittelbare Relevanz für Elon Musks SpaceX, das laut Berichten plant, an die Nasdaq zu gehen – mit einer Bewertung von 1,77 Billionen US-Dollar. Aufgrund der beibehaltenen 12-Monats-Regel könnte es mindestens ein Jahr dauern, bis SpaceX für eine Aufnahme in einen der großen S&P-Indizes in Betracht gezogen werden kann.

Geopolitisch sorgte US-Präsident Donald Trump für Aufmerksamkeit: Er erklärte, er fühle sich „geehrt", den obersten Führer des Irans, Ayatollah Mojtaba Khamenei, zu treffen, „wenn es darum ginge, ein Abkommen zu schließen". Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran befindet sich derzeit in einem fragilen Waffenstillstand, der sich bereits in den vierten Monat zieht.

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