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Wall Street startet nach positiven Erzeugerpreisdaten im Plus

Rückgang des US-Erzeugerpreisindex und starke Bankbilanzen treiben die US-Börsen am Mittwoch nach oben.

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Wall Street startet nach positiven Erzeugerpreisdaten im Plus

Die US-Börsen starteten am Mittwoch mit deutlichen Gewinnen in den Handel. Ausschlaggebend waren neue Wirtschaftsdaten, die eine Abschwächung der Gesamtinflation bei den Erzeugerpreisen zeigten – nur einen Tag nach einem ähnlichen Bericht zu den Verbraucherpreisen. Gleichzeitig rückte der starke Auftakt der Berichtssaison in den Fokus der Anleger.

Um 09:34 Uhr ET (13:34 Uhr GMT) legte der S&P 500 um 0,5 % auf 7.578,48 Punkte zu. Der technologielastige NASDAQ Composite stieg um 0,7 % auf 26.300,77 Punkte, während der Dow Jones Industrial Average um 0,2 % auf 52.603,24 Punkte kletterte.

Erzeugerpreise sinken – Inflationsdruck lässt nach

Laut dem Bureau of Labor Statistics sank der US-Erzeugerpreisindex (PPI) im Juni im Monatsvergleich um 0,3 %, während der Kern-PPI um 0,2 % stieg. Auf Jahresbasis legte der Gesamt-PPI um 5,5 % zu, der Kern-PPI stieg um 4,7 %. Diese Zahlen dämpften die unmittelbare Sorge der Finanzmärkte vor einer baldigen Zinserhöhung auf der kommenden Juli-Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve.

Die Daten ergänzen den bereits am Vortag veröffentlichten Verbraucherpreisindex (CPI) für Juni, der ebenfalls schwächer als erwartet ausgefallen war. Dennoch liegt die Kerninflation weiterhin deutlich über dem jährlichen Zielwert der Fed von 2 %. Fed-Chef Kevin Warsh bekräftigte in seiner ersten Anhörung vor dem Kongress, dass die Notenbank fest entschlossen sei, den strukturellen Preisdruck aggressiv zu bekämpfen – eine deutliche Mahnung, dass eine geldpolitische Lockerung noch in weiter Ferne liegt.

ASML und Bankensektor als Kurstreiber

Zusätzlichen Rückenwind lieferte der niederländische Halbleiterausrüster ASML, der glänzende Ergebnisse für das zweite Quartal vorlegte. Als exklusiver Lieferant von EUV-Lithografiesystemen gilt ASML als industrieller Gradmesser für die weltweite KI-Infrastrukturnachfrage und sorgte bereits vorbörslich für Auftrieb im gesamten Halbleiter- und Technologiesektor.

Als wichtiges Gegengewicht zur Volatilität im Tech-Sektor überzeugten die größten Bankenkonzerne der Wall Street mit starken Quartalszahlen. JPMorgan Chase, Bank of America, Citigroup, Wells Fargo und Goldman Sachs meldeten allesamt robuste Gewinne, die maßgeblich durch eine Erholung im Kapitalmarktgeschäft und im grenzüberschreitenden Investmentbanking getrieben wurden.

Einen deutlichen Dämpfer erhielt der Markt hingegen durch IBM. Der traditionsreiche Technologieanbieter verlor an einem einzigen Tag rund 25 % seines Börsenwerts, nachdem vorläufige Quartalsumsätze hinter den Schätzungen zurückgeblieben waren. Dies verdeutlicht einen klaren Trend: Unternehmenskunden kürzen ihre Budgets für traditionelle IT und Software, um Mittel in hardwareintensive KI-Infrastruktur umzuschichten.

Berichtssaison als Stresstest für die Rally

Die laufende Berichtssaison für das zweite Quartal gilt unter Analysten als ultimativer Stresstest für die Marktdynamik. Anleger wollen sich bestätigen lassen, dass robuste Verbrauchernachfrage und strukturelle Transformationen wie künstliche Intelligenz die Belastungen durch globale Lieferkettenstörungen und anhaltend hohe Zinsen überkompensieren können.

Die breiteren Indizes halten sich trotz eskalierender militärischer Spannungen im Nahen Osten hartnäckig nahe ihrer Allzeithochs. Die USA flogen zum vierten Tag in Folge Luftangriffe gegen den Iran, ohne dass dies die Märkte nachhaltig belastete.

Die Pipeline der Unternehmensberichte bleibt dicht gefüllt. Morgan Stanley, Bank of New York und der Vermögensverwaltungsgigant BlackRock werden die Updates aus dem Finanzsektor vervollständigen, zusammen mit dem Gesundheitsschwergewicht Johnson & Johnson. Im weiteren Verlauf der Woche stehen zudem die Bilanzen von UnitedHealth Group, GE Aerospace, Netflix und Seagate auf dem Programm.

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