ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Wall Street schwächer – Ölpreise steigen wegen Iran-Sorgen

Irans verhärtete Haltung bei Atomgesprächen treibt Ölpreise hoch und belastet US-Aktienmärkte zum Handelsstart.

Wall Street schwächer – Ölpreise steigen wegen Iran-Sorgen

Die Wall Street steuerte am Donnerstag auf eine schwächere Eröffnung zu, nachdem ein Reuters-Bericht die Hoffnungen auf Fortschritte in den Atomgesprächen zwischen Washington und Teheran gedämpft hatte. Irans oberster Führer Ajatollah Mojtaba Chamenei soll angeordnet haben, dass das fast waffenfähige Uran des Landes nicht ins Ausland geschickt werden darf. Diese Nachricht ließ die Ölpreise kräftig anziehen und schürte erneut Sorgen über eine Versorgungsstörung rund um die Straße von Hormus – eine der kritischsten Routen für die weltweite Ölversorgung.

Die Futures für die Sorte Brent stiegen daraufhin um 1,7 Prozent auf 106,82 US-Dollar pro Barrel. Zuvor hatte der Ölpreis noch tiefer notiert und damit die Verluste vom Mittwoch ausgeweitet, getragen von Optimismus über mögliche diplomatische Fortschritte. Der Reuters-Bericht veränderte die Stimmung jedoch schlagartig.

Die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen US-Staatsanleihen stieg auf 4,611 Prozent und setzte damit ihren jüngsten Aufwärtstrend fort. Ein Mangel an nennenswerten Fortschritten bei der Wiederöffnung der Meerenge verstärkte die Inflationssorgen, was die Renditen nach oben trieb und die Aktienmärkte zusätzlich belastete.

Walmart enttäuscht mit Ausblick

Walmart gab im vorbörslichen Handel um 2,9 Prozent nach. Der weltweit größte Einzelhändler behielt zwar seine Jahresziele bei, prognostizierte jedoch einen Gewinn für das zweite Quartal unterhalb der Analystenerwartungen. Sam Stovall, Chef-Anlagestratege bei CFRA Research, kommentierte: „Der Ausblick (von Walmart) hat die Anleger besorgt gestimmt, dass wir nun endlich die Auswirkungen der hohen Ölpreise und der Inflation auf die Erwartungen im Einzelhandel sehen. Das ist es, was die Aktien heute unter Druck setzt."

Auch Nvidia, das wertvollste Unternehmen der Welt, gab um 0,8 Prozent nach – trotz eines positiven Ausblicks. Der KI-Chiphersteller prognostizierte einen Umsatz für das zweite Quartal über den Schätzungen der Wall Street und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 80 Milliarden US-Dollar an. Die Aktie ist in diesem Jahr bislang um fast 20 Prozent gestiegen, doch das Wachstumstempo hat sich verlangsamt. Anleger befürchten, dass Nvidia einem härteren Wettbewerb gegenüberstehen wird – nicht nur durch Big Tech, sondern auch durch Chip-Rivalen wie Intel und Advanced Micro Devices.

Um 8:54 Uhr Ortszeit (ET) lagen die Dow E-Minis mit 153 Punkten oder 0,31 Prozent im Minus. Die S&P 500 E-Minis gaben um 27,5 Punkte oder 0,37 Prozent nach, während die Nasdaq 100 E-Minis um 166,75 Punkte oder 0,57 Prozent fielen.

Quantencomputing-Aktien mit starken Gewinnen

Auf der Gewinnerseite stachen Quantencomputing-Werte hervor. Die Trump-Regierung vergab Zuschüsse an eine Handvoll Unternehmen, die sich auf Quantencomputing konzentrieren, im Gegenzug für Beteiligungen an einigen von ihnen. IBM kletterte daraufhin um 5,8 Prozent, GlobalFoundries legte um 13,4 Prozent zu, D-Wave Quantum sprang um 14,5 Prozent nach oben, Rigetti Computing gewann 13,2 Prozent und Infleqtion stieg um 21,5 Prozent.

Deutliche Verluste verzeichnete hingegen Intuit: Die Aktie fiel um 15,9 Prozent, nachdem der Softwarehersteller die jährliche Umsatzprognose für seine Steuererklärungssoftware TurboTax gesenkt und angekündigt hatte, 17 Prozent seiner Vollzeitbelegschaft abzubauen.

Am Konjunkturfront sank die Zahl der Amerikaner, die neue Anträge auf Arbeitslosenhilfe stellten, in der vergangenen Woche. Dies deutet auf eine anhaltende Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes hin und gibt der US-Notenbank Federal Reserve Spielraum, ihren Fokus weiterhin auf die Inflationsrisiken zu richten. Zudem veröffentlichte SpaceX am Mittwoch seinen Börsenprospekt, der dem Markt einen ersten Einblick gab, wie viel Elon Musk für Künstliche Intelligenz ausgibt, während er den Raketenbauer in ein breiter aufgestelltes, KI-geführtes Unternehmen verwandeln will.

Wall StreetÖlpreisIran AtomgesprächeWalmart AusblickNvidia AktieQuantencomputing AktienIntuit StellenabbauUs-Staatsanleihen Rendite

Disclaimer