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Wall Street legt zu: Micron und KI-Optimismus treiben Kurse

Starke Quartalszahlen von Micron und positive Konjunkturdaten sorgen an der Wall Street für breite Kursgewinne.

Wall Street legt zu: Micron und KI-Optimismus treiben Kurse

Die Wall Street hat am Donnerstag mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Starke Prognosen von Micron und Qualcomm entfachten den KI-Optimismus neu und stützten die Stimmung an den Märkten. Hinzu kamen positive Wirtschaftsdaten, die das Bild abrundeten.

Der Dow Jones Industrial Average stieg um 160,1 Punkte oder 0,31 Prozent auf 52.009,02 Zähler. Der breit gefasste S&P 500 legte um 46,7 Punkte oder 0,63 Prozent auf 7.404,91 Punkte zu. Der technologielastige Nasdaq Composite verzeichnete mit einem Plus von 248,1 Punkten oder 0,97 Prozent auf 25.724,779 Zähler den stärksten Tagesgewinn unter den drei großen Indizes.

Micron als Kurstreiber des Tages

Im Mittelpunkt des Handelstages stand Micron Technology. Der Halbleiterhersteller überzeugte mit glänzenden Quartalszahlen und einem starken Ausblick und gewann dadurch über 200 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung hinzu. Dieser Kurssprung wirkte als wichtiger Impulsgeber für den gesamten Technologiesektor und befeuerte erneut die Fantasie rund um Künstliche Intelligenz.

Auch Qualcomm trug mit positiven Prognosen zur guten Stimmung bei. Beide Unternehmen gelten als Schlüsselzulieferer im wachsenden KI-Ökosystem und signalisieren mit ihren Ausblicken eine anhaltend hohe Nachfrage nach leistungsfähigen Halbleitern. Für Anleger sind solche Unternehmensprognosen oft ein verlässlicher Frühindikator für die Gesundheit des gesamten Technologiesektors.

Auf der Makroebene lieferten die Wirtschaftsdaten ebenfalls Rückenwind. Das von der US-Notenbank Federal Reserve bevorzugte Inflationsmaß stieg im Mai erwartungsgemäß – eine Entwicklung, die die Märkte beruhigte, da keine negativen Überraschungen eintraten. Für Anleger ist dieses Inflationsmaß besonders relevant, da es die Fed-Zinspolitik maßgeblich beeinflusst.

IBM mit Ankündigung, Apple mit Gegenwind

Nicht alle Nachrichten des Tages waren positiv. IBM stellte zwar einen Durchbruch bei der Chiptechnologie unter einem Nanometer vor, die Aktie gab jedoch nach dieser Ankündigung nach. Technologische Meilensteine werden an der Börse nicht immer unmittelbar mit Kursgewinnen belohnt – Anleger wägen häufig ab, wie schnell sich solche Innovationen in konkrete Erträge umwandeln lassen.

Zudem wirkten Kursverluste bei Apple der breiten Rally entgegen. Die Apple-Aktie belastete insbesondere den Dow Jones, der stärker von Einzelwerten abhängig ist als der breiter aufgestellte S&P 500. Im Tagesverlauf gaben die Indizes zwischenzeitlich ihre Gewinne wieder ab und tendierten uneinheitlich, bevor sie sich zum Handelsschluss stabilisierten.

Insgesamt bleibt das Marktumfeld von einer Mischung aus KI-Euphorie, Zinshoffnungen und selektiver Unternehmensberichterstattung geprägt. Für deutsche Anleger mit Blick auf US-Technologiewerte zeigt der Handelstag einmal mehr, wie stark einzelne Unternehmensmeldungen – insbesondere aus dem Halbleitersektor – die gesamte Marktrichtung bestimmen können.

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