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Wall-Street-Futures steigen nach Dow-Rekordhoch trotz Iran-Unsicherheit

US-Futures legen zu, während starke Quartalsergebnisse die Stimmung heben und Iran-Verhandlungen in Kernfragen stocken.

Wall-Street-Futures steigen nach Dow-Rekordhoch trotz Iran-Unsicherheit

Die US-Aktienfutures haben am Donnerstagabend leicht zugelegt, nachdem die Wall Street einen volatilen Handelstag moderat im Plus beendet hatte. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,6 % auf ein neues Rekordhoch, der S&P 500 legte um 0,2 % zu und der Nasdaq Composite gewann 0,1 %. Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte im Nahen Osten stützten die Stimmung gegen Ende der Sitzung.

Im nachbörslichen Handel notierten die S&P 500 Futures um 0,3 % höher bei 7.484,75 Punkten. Die Nasdaq 100 Futures kletterten um 0,4 % auf 29.571,75 Punkte, während die Dow Jones Futures mit einem Plus von 0,2 % bei 50.480,0 Punkten notierten – jeweils gemessen gegen 20:28 Uhr ET (00:28 Uhr GMT).

Iran-Verhandlungen belasten die Anlegerstimmung

Die Vorsicht der Anleger spiegelt die anhaltende Unsicherheit rund um die Gespräche zwischen den USA und dem Iran wider. Zwar räumten Beamte beider Seiten Anzeichen für Fortschritte ein, doch blieben zentrale Streitpunkte ungelöst. Dazu zählen Teherans Uranvorräte sowie ein vorgeschlagenes Mautsystem für Schiffe, die die Straße von Hormus passieren – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Öltransport.

Irans oberster Führer bestand darauf, dass Teheran seine Bestände an angereichertem Uran behalten werde. US-Außenminister Marco Rubio machte deutlich, dass ein solches Mautsystem die Verhandlungen zum Scheitern bringen würde. „Niemand auf der Welt befürwortet das Mautsystem. Das darf nicht passieren", sagte Rubio vor Journalisten. „Es würde ein diplomatisches Abkommen unmöglich machen." Er räumte jedoch ein, dass sich in den Diskussionen „einige gute Anzeichen" abzeichneten, warnte aber vor übertriebenen Erwartungen.

Die Ölpreise reagierten auf die Unsicherheit: Im asiatischen Freitagshandel erholten sie sich um knapp 1,5 %, da Zweifel aufkamen, ob die Gespräche letztlich erfolgreich sein würden. Die Straße von Hormus gilt als kritische Ader für den weltweiten Öltransport, weshalb jede Eskalation in der Region unmittelbare Auswirkungen auf die Energiemärkte hätte.

Starke Quartalsergebnisse treiben Einzelwerte an

Nach Börsenschluss sorgte eine Reihe starker Quartalsberichte für Rückenwind bei den Futures. Workday (NASDAQ: WDAY), Anbieter von Finanz- und Personalsoftware, legte im nachbörslichen Handel um bis zu 11 % zu, nachdem das Unternehmen die Erwartungen der Wall Street übertroffen hatte.

Zoom Communications (NASDAQ: ZM) gewann rund 8 % dank starker Gewinne und eines optimistischen Ausblicks. Der Discounter Ross Stores (NASDAQ: ROST) stieg um fast 6 %, nachdem er einen über den Erwartungen liegenden Quartalsgewinn gemeldet und sowohl die Prognosen für die vergleichbaren Umsätze als auch für den Jahresgewinn angehoben hatte.

Auch der Videospiel-Publisher Take-Two Interactive Software (NASDAQ: TTWO) legte rund 7 % zu. Das Unternehmen bestätigte, dass der mit Spannung erwartete Titel Grand Theft Auto VI weiterhin für eine Veröffentlichung im November geplant ist – eine Nachricht, die Anleger und Spielefans gleichermaßen erfreute.

Die Mischung aus robusten Unternehmensgewinnen und geopolitischer Unsicherheit prägt damit das aktuelle Marktbild: Während die Fundamentaldaten vieler Unternehmen überzeugen, bleibt das makroökonomische Umfeld durch die fragilen Verhandlungen im Nahen Osten belastet.

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