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Wall-Street-Futures stagnieren – Hormus-Krise und CPI im Fokus

Geopolitische Spannungen rund um die Straße von Hormus belasten die Märkte, während Anleger auf US-Inflationsdaten warten.

Wall-Street-Futures stagnieren – Hormus-Krise und CPI im Fokus

Die US-Aktienfutures zeigten sich am Montagabend kaum verändert, nachdem die Wall Street bereits schwächer aus dem Handel gegangen war. Schwindende Hoffnungen auf eine Einigung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus hielten die Ölpreise auf hohem Niveau und belasteten die Anlegerstimmung spürbar.

Im Detail notierten die S&P 500 Futures weitgehend unverändert bei 7.779,25 Punkten. Die Nasdaq 100 Futures legten bis 21:01 Uhr ET leicht um 0,2 % auf 29.788,50 Punkte zu, während die Dow Jones Futures 0,1 % auf 54.034,0 Punkte nachgaben.

Schwache Wall-Street-Sitzung als Ausgangspunkt

Diese verhaltenen Bewegungen folgten auf eine schwache reguläre Handelssitzung: Der S&P 500 fiel um 0,1 %, der Nasdaq Composite verlor 0,3 % und der Dow Jones Industrial Average gab ebenfalls 0,1 % nach. Die Unsicherheit über den US-Iran-Konflikt und die mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Routen für den weltweiten Öltransport – belastete die Stimmung der Investoren erheblich.

Präsident Donald Trump erklärte am Montag, er werde im Rahmen eines Friedensabkommens Entschädigungen vom Iran fordern. Teheran seinerseits verlangt Reparationen und andere Zugeständnisse, was die Komplexität der laufenden Verhandlungen deutlich unterstreicht. Diese festgefahrene Lage trieb die Ölpreise deutlich nach oben und schürte Sorgen, dass eine anhaltende Unterbrechung der Energieversorgung die Inflation erneut anheizen könnte.

Besonders hart traf es den Technologiesektor: Nvidia verlor 2,9 %, während Intel sogar 4,1 % einbüßte – letzteres auch infolge der Bekanntgabe eines geplanten Aktienangebots im Wert von 15 Milliarden US-Dollar. Höhere Energiepreise gelten traditionell als Belastungsfaktor für wachstumsorientierte Technologiewerte, da sie die Produktionskosten erhöhen und die Kaufkraft der Verbraucher schmälern.

CPI-Daten am Mittwoch als nächster großer Test

Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich nun auf den US-Verbraucherpreisindex (CPI) für Juli, der am Mittwoch veröffentlicht wird. Der Bericht gilt als wichtiger Gradmesser für die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve. An Bedeutung gewonnen hat der Inflationsbericht auch deshalb, weil die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im Juli unerwartet um 23.000 gesunken ist – ein Zeichen für eine Abschwächung des Arbeitsmarkts, das Wetten auf eine baldige Zinserhöhung der Fed gedämpft hat.

Ein erneuter Anstieg der Energiepreise könnte diesen Ausblick jedoch verkomplizieren, indem er den Inflationsdruck erhöht und die Fed in ein geldpolitisches Dilemma treibt: zwischen der Bekämpfung von Inflation einerseits und der Stützung eines schwächelnden Arbeitsmarkts andererseits. Für deutsche Anleger ist dies besonders relevant, da die Zinspolitik der Fed regelmäßig Auswirkungen auf den Euro-Dollar-Kurs und globale Kapitalströme hat.

Im weiteren Wochenverlauf werden Investoren zusätzlich die Erzeugerpreise, die Renditen von US-Staatsanleihen sowie aktuelle Unternehmensgewinne im Blick behalten. Diese Datenpunkte sollen weitere Hinweise auf den Zustand der US-Wirtschaft und den mittelfristigen Zinsausblick liefern.

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