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Wall Street Futures fallen nach Tech-Ausverkauf – Nvidia im Fokus

US-Futures geben nach, während Anleger auf Nvidias Quartalsergebnisse warten und geopolitische Spannungen im Nahen Osten beobachten.

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Wall Street Futures fallen nach Tech-Ausverkauf – Nvidia im Fokus

Die US-Aktienfutures haben am Dienstag im asiatischen Handel nachgegeben, nachdem es an der Wall Street zu einem technologiegetriebenen Ausverkauf gekommen war. Die S&P 500 Futures fielen um 0,4 % auf 7.399,50 Punkte, während die Nasdaq 100 Futures um 0,6 % auf 28.936,75 Punkte nachgaben. Die Dow Jones Futures notierten 0,3 % tiefer bei 49.638,0 Punkten.

Im regulären Handel am Montag schloss der technologielastige NASDAQ Composite bereits 0,5 % im Minus, der S&P 500 gab um 0,1 % nach. Der Dow Jones Industrial Average zeigte sich dagegen kaum verändert und wurde durch Gewinne bei Energiewerten gestützt.

Halbleiter und Technologieaktien unter Druck

Der Ausverkauf im Technologiesektor wurde durch eine Umschichtung aus Risikoanlagen ausgelöst. Steigende Ölpreise und zunehmende geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten veranlassten Anleger dazu, Halbleiter- und wachstumsstarke Technologieaktien zu verkaufen. Besonders Nvidia (NASDAQ: NVDA) stand im Mittelpunkt: Die Aktie verlor am Montag rund 1,3 % und weitete damit ihre jüngsten Verluste aus.

Die Spannung rund um Nvidia ist groß, denn das KI-Chip-Schwergewicht veröffentlicht am Mittwoch seine Quartalsergebnisse. Marktbeobachter erwarten, dass die Zahlen und der Ausblick des Unternehmens darüber entscheiden werden, ob der Enthusiasmus der Anleger für künstliche Intelligenz weiterhin die hohen Bewertungen im gesamten Technologiesektor rechtfertigen kann. Nvidia gilt als Gradmesser für den gesamten KI-Boom und genießt damit eine Schlüsselrolle an den globalen Kapitalmärkten.

Iran-Konflikt sorgt für geopolitische Unsicherheit

Parallel dazu beobachteten Anleger die Entwicklungen rund um den Iran-Konflikt genau. US-Präsident Donald Trump erklärte am Montag, er habe einen geplanten Militärschlag gegen den Iran ausgesetzt, nachdem Teheran einen Friedensvorschlag nach Washington gesendet hatte. Laut Trump hätten die Staats- und Regierungschefs von Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ihn gebeten, den Angriff aufzuschieben.

Trump äußerte sich zuversichtlich und sprach von einer „sehr guten Chance", eine Einigung zur Begrenzung des iranischen Atomprogramms zu erzielen. Die diplomatischen Signale sorgten zwar für eine gewisse Entspannung, doch die Märkte blieben vorsichtig.

Ölpreise belasten Zinsausblick der Fed

Die Ölpreise gaben am Dienstag im asiatischen Handel leicht nach, blieben jedoch auf hohem Niveau. Grund dafür ist die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus, einer zentralen Ader für die weltweite Energieversorgung. Der Anstieg der Ölpreise hat die US-Treasury-Renditen nach oben getrieben.

Anleger zeigten sich besorgt, dass dauerhaft erhöhte Energiekosten den Zinsausblick der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) verkomplizieren könnten. Die Wahrscheinlichkeit einer potenziellen Zinserhöhung nahm in diesem Umfeld zu – ein Szenario, das Wachstumsaktien und den Technologiesektor besonders belasten würde. Für deutsche Anleger mit US-Engagements bleibt die Kombination aus geopolitischen Risiken, Energiepreisdruck und dem bevorstehenden Nvidia-Ergebnis ein wichtiger Faktor für die kurzfristige Marktentwicklung.

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