ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Wall Street finanziert den KI-Goldrausch auf allen Wegen

Anleihen, IPOs und Kapitalerhöhungen in Billionenhöhe: Die Wall Street pumpt Kapital in den globalen KI-Infrastrukturausbau.

Wall Street finanziert den KI-Goldrausch auf allen Wegen

Die Finanzierung des KI-Booms erreicht historische Dimensionen. Elfstellige Finanzierungsrunden, Blockbuster-Anleiheemissionen über drei Kontinente hinweg und eine beiläufig angekündigte Kapitalerhöhung von 85 Milliarden US-Dollar durch Alphabet – so sieht das Leben an der Wall Street zu Beginn des großen KI-Infrastrukturausbaus aus. Tech-Unternehmen sind hungrig nach Kapital, um massiv in Rechenzentren zu investieren, und Investoren stellen dieses Kapital über alle erdenklichen Kanäle bereit.

Die schiere Menge an Kapitalbeschaffungsmaßnahmen ist beeindruckend. Die sogenannten KI-Hyperscaler – Alphabet, Amazon, Meta Platforms, Microsoft und Oracle – haben in diesem Jahr weltweit Anleihen im Wert von 159 Milliarden US-Dollar emittiert. Das entspricht einem deutlichen Anstieg gegenüber 108 Milliarden US-Dollar im gesamten Vorjahr und ist ein gewaltiger Sprung gegenüber lediglich 17 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024, wie Daten des Finanzdienstleisters Dealogic zeigen.

Rekordverdächtiges IPO-Jahr in Sicht

Neben dem Anleihenmarkt rücken auch Börsengänge in den Fokus. SpaceX, Anthropic und OpenAI stehen vor IPOs, die dieses Jahr zum volumenstärksten Jahr aller Zeiten für durch Börsengänge aufgenommenes Kapital machen könnten. Gleichzeitig haben Entwickler von Rechenzentren weitere Milliarden am Markt für Hochzinsanleihen aufgenommen, während aufstrebende KI-Cloud-Unternehmen Kredite bei Banken und Private-Credit-Firmen aufnehmen, um den Kauf von Chips zu finanzieren.

Diese Kapitalflut hat die Märkte bislang größtenteils gestützt, auch wenn sie deren Aufnahmefähigkeit auf die Probe stellt. Tech-Aktien im S&P 500 liegen im laufenden Quartal mit beeindruckenden 31 Prozent im Plus. Als treibende Fundamentaldaten gelten die sprunghaft ansteigenden Ausgaben von Unternehmen für KI-Tools sowie die Nachricht, dass Anthropic früher als erwartet einen Quartalsgewinn erzielen wird.

Investoren trotzen den Skeptikern

Trotz aller Bedenken bleibt die Investorennachfrage robust. Die Mehrrendite, die Anleger für das Halten von US-Unternehmensanleihen gegenüber ultrasicheren Staatsanleihen erhalten, bewegt sich nahe an Mehrjahrestiefs – ein Zeichen dafür, dass der Markt das Risiko dieser Papiere als vergleichsweise gering einschätzt. „Ich denke, es gab einige Signale, die für den Aufbau der KI-Infrastruktur positiver geworden sind", sagte David Lefkowitz, Leiter für US-Aktien bei UBS Global Wealth Management. „Das hat dazu beigetragen, den Anlegern mehr Vertrauen in die Renditeaussichten der Investition zu geben."

Dennoch gibt es kritische Stimmen. Viele Investoren warnen, dass der KI-Ausbau chaotisch verlaufen könnte, wobei Unternehmen zu viel ausgeben und die Wall Street letztlich die Verlierer aussortiert. Zudem könnte die verstärkte Aktienemission die Kurse durch die Verwässerung der Anteile bestehender Aktionäre unter Druck setzen – ein möglicher Faktor hinter dem Ausverkauf im Tech-Sektor in der vergangenen Woche.

Märkte zeigen sich erholt

An den Börsen zeigte sich zuletzt wieder Zuversicht. Tech-Aktien erholten sich am Montag und verhalfen dem Nasdaq Composite zu einem Plus von 0,9 Prozent. Der S&P 500 legte um 0,3 Prozent zu, während der Dow Jones Industrial Average um 0,2 Prozent beziehungsweise 81 Punkte nachgab. Für deutsche Anleger, die in US-Tech-Werte oder entsprechende ETFs investiert sind, bleibt die Entwicklung des KI-Kapitalmarkts damit ein zentraler Faktor für die weitere Kursentwicklung.

Ki-FinanzierungWall StreetAnleihen TechnologieKi-InfrastrukturAlphabet KapitalerhöhungTech-IpoHyperscaler Anleihen

Disclaimer