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Wall Street auf Rekordhoch dank US-Iran-Waffenstillstandsberichten

S&P 500 und Nasdaq schließen auf Allzeithochs, während Futures stabil bleiben – befeuert durch Hoffnungen auf einen Waffenstillstand.

Wall Street auf Rekordhoch dank US-Iran-Waffenstillstandsberichten

Die US-Aktienmärkte haben am Donnerstag erneut Rekordhochs erreicht. Berichte über einen möglichen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran beflügelten die Anlegerstimmung und sorgten für breite Kursgewinne an der Wall Street.

Der S&P 500 stieg im regulären Handel um 0,6 % und schloss bei 7.563,78 Punkten. Der Nasdaq Composite legte um 0,9 % zu und beendete den Handelstag bei einem Rekordwert von 26.917,47 Punkten. Der Dow Jones Industrial Average verzeichnete ein moderateres Plus von 0,1 %. Es war bereits die zweite Sitzung in Folge, in der die Leitindizes auf neuen Allzeithochs schlossen.

Im nachbörslichen Handel zeigten sich die Futures kaum verändert. Die S&P 500 Futures stiegen um 0,1 % auf 7.589,0 Punkte, die Nasdaq 100 Futures kletterten auf 30.326,75 Punkte, und die Dow Jones Futures legten ebenfalls um 0,1 % auf 50.733,0 Punkte zu – gemessen um 20:01 Uhr ET (00:01 Uhr GMT).

Hoffnung auf Waffenstillstand beflügelt Risikobereitschaft

Ausschlaggebend für die positive Marktstimmung waren Berichte des US-Nachrichtenportals Axios. Demnach haben die Vereinigten Staaten und der Iran einen Abkommensentwurf zur Verlängerung ihres Waffenstillstands um 60 Tage erzielt. Eine solche Einigung würde die Sorgen über eine länger anhaltende Unterbrechung der Ölströme durch die strategisch wichtige Straße von Hormus mildern – eine Wasserstraße, über die ein erheblicher Teil des weltweiten Öltransports abgewickelt wird.

Die vorgeschlagene Vereinbarung bedarf jedoch noch der Zustimmung von US-Präsident Donald Trump. Iranische Medien erklärten zudem, dass der Rahmen noch nicht finalisiert sei. Die Unsicherheit bleibt damit bestehen, auch wenn die Märkte die Nachricht zunächst positiv aufnahmen.

Die Ölpreise reagierten im asiatischen Handel am Freitag mit einem Rückgang von über 1 %. Sinkende Energiepreise stützen in der Regel die Risikobereitschaft an den Aktienmärkten – insbesondere bei Technologie- und Wachstumswerten, die empfindlich auf Zinserwartungen reagieren.

Inflation und schwaches Wachstum trüben den Ausblick

Trotz der Rekordstände blieben die Händler vorsichtig. US-Inflationsdaten zeigten, dass sich der Preisdruck so schnell wie seit drei Jahren nicht mehr beschleunigt hat. Als Hauptursache gelten höhere Energiekosten im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt. Der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) – das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank Federal Reserve – verstärkte die Sorgen, dass die Geldpolitiker die Zinsen möglicherweise länger auf einem hohen Niveau halten müssen.

Zusätzlichen Gegenwind lieferten Konjunkturdaten: Das US-Handelsministerium revidierte das Wirtschaftswachstum für das erste Quartal auf eine annualisierte Rate von 1,6 % nach unten. Zuvor war eine Rate von 2,0 % geschätzt worden. Ökonomen hatten mit einem unveränderten Wert gerechnet – die Revision verfehlte damit die Erwartungen deutlich.

Die Renditen von Staatsanleihen gaben nach den schwachen Wachstumsdaten nach. Allerdings trüben die anhaltende Inflation und die erhöhten Ölpreise den geldpolitischen Ausblick weiterhin. Technologieaktien blieben ein wesentlicher Treiber der Gewinne, wobei der anhaltende Optimismus rund um das Thema künstliche Intelligenz die Anlegerstimmung zusätzlich stützte.

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