Wall Street Analystenempfehlungen: Nvidia, Tesla, Amazon und mehr
Die wichtigsten Hoch- und Abstufungen vom Donnerstag im Überblick – von Tesla über Nvidia bis Texas Instruments.

Die Wall Street hat am Donnerstag eine Reihe bedeutender Analystenempfehlungen veröffentlicht. Betroffen sind zahlreiche prominente Unternehmen, darunter Tesla, Nvidia, Amazon, Berkshire Hathaway und Texas Instruments. Die Bewertungen spiegeln aktuelle Quartalsergebnisse sowie strategische Einschätzungen zur weiteren Entwicklung wider.
Die Bank of America bestätigt ihre Kaufempfehlung für Tesla und begründet dies mit der Führungsrolle des Unternehmens im Bereich autonomes Fahren für Endverbraucher. „Wir bewerten die Tesla-Aktie weiterhin mit 'Buy', da wir das Unternehmen als aktuellen Marktführer im Bereich der Autonomie für Endverbraucher betrachten und erwarten, dass es schnell zu einem führenden Anbieter von Robotaxi-Diensten aufsteigen wird", so die Analysten. Grundlage der Bestätigung sind die am Mittwoch veröffentlichten Quartalszahlen.
TD Cowen hält ebenfalls an seiner Kaufempfehlung für Nvidia fest – trotz der Ankündigung eigener KI-Chips durch Google. Die Analysten sehen Nvidia weiterhin als Marktführer in Bezug auf Leistung und die Breite des Software-Ökosystems. Als Beleg führen sie auch die gemeinsamen Ankündigungen von Nvidia und Google auf der entsprechenden Veranstaltung an.
Hochstufungen und neue Kursziele im Fokus
Die Bank of America hat Texas Instruments von „Neutral" auf „Buy" hochgestuft. Ausschlaggebend war der solide Bericht für das erste Quartal sowie die Prognose für das zweite Quartal. Die Analysten sehen TXN gut positioniert, um von der industriellen Erholung, dem Ausbau von Rechenzentren und den Investitionen in US-Fertigungsanlagen zu profitieren.
Bernstein bestätigt die Kaufempfehlung für Amazon und hebt das Kursziel deutlich von 265 auf 300 US-Dollar an. Die Analysten erwarten, dass Amazon die Kernumsatzziele übertrifft, beschleunigtes KI-Umsatzwachstum liefert und die Investitionsausgaben für 2026 beibehält.
UBS bestätigt die Kaufempfehlung für Berkshire Hathaway und erhöht das Kursziel leicht von 578 auf 581 US-Dollar. Die Analysten betonen, dass das Ausmaß der Aktienrückkäufe ein entscheidender Faktor für die Anlegerstimmung sein werde, da die Aktie mit einem Abschlag auf ihren inneren Wert gehandelt werde.
Raymond James stuft On Holding von „Outperform" auf „Strong Buy" hoch. Die Analysten sehen Preismacht beim Schweizer Sportartikelhersteller und erwarten, dass das starke Wachstum anhält, Währungseffekte weniger belasten und das langfristige Potenzial intakt bleibt.
Neue Beobachtungen und weitere Einschätzungen
HSBC nimmt die Beobachtung von Oklo mit einer Kaufempfehlung auf. Das Nuklearunternehmen beschleunige laut HSBC die Integration der Produktion von Energie, Brennstoffen und Isotopen und leiste Pionierarbeit mit einem „Eigentümer-Betreiber"-Modell für kleine modulare Reaktoren (SMRs).
Northland nimmt USA Rare Earth ebenfalls mit „Buy" auf. Das Unternehmen baue überzeugende Kapazitäten für Seltene Erden entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf. Mit einer Liquidität von über 3 Milliarden US-Dollar und dem Besitz einer der wenigen produzierenden Minen außerhalb Chinas sehen die Analysten USAR als potenzielle Komplettlösung für eine Lieferkette für Seltene Erden außerhalb Chinas.
Rosenblatt stuft SiriusXM von „Neutral" auf „Buy" hoch. Auslöser ist eine Partnerschaft mit Googles YouTube: SiriusXM wurde zum „exklusiven Werbevertreter für das Audio-Werbeinventar von YouTube in den USA" ernannt – das erste Mal, dass Google einen externen Vertriebsagenten für eine seiner wichtigsten Sparten beauftragt.
Rothschild & Co Redburn nimmt Datadog mit „Buy" auf und bezeichnet das Unternehmen als „strukturellen Gewinner". Da ein nahezu schlechtestmögliches KI-Szenario bereits eingepreist sei, sehen die Analysten Datadog aufgrund seines produktgetriebenen Wachstums und seiner Erfolgsbilanz bei der Markteinführung positiv.
Abstufungen: CSX, Lucky Strike und Madison Square Garden
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Zur AktienanalyseNicht alle Einschätzungen fallen positiv aus. Morgan Stanley stuft CSX von „Equal Weight" auf „Underweight" herab. Trotz eines ordentlichen ersten Quartals erscheine die Bewertung bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von deutlich über 20 überreizt.
JPMorgan stuft Lucky Strike von „Neutral" auf „Underweight" herab. Makroökonomische Unsicherheit setze die Kundenfrequenz unter Druck, und das vergleichbare Wachstum im Geschäftsjahr 2026 dürfte auf etwa null stagnieren – weit unter dem Vor-Pandemie-Durchschnitt von +4,5 Prozent in den Jahren 2017 bis 2019.
Citi stuft Madison Square Garden Sports von „Buy" auf „Neutral" herab und sieht ein unattraktives Chance-Risiko-Verhältnis. Mögliche Katalysatoren wie eine steuerfreie Abspaltung oder eine neue MSG-Anlage seien nicht bedeutend genug, um das Kursziel wesentlich zu verändern.
Ebenfalls erwähnenswert: Rothschild & Co Redburn stuft McDonald's von „Sell" auf „Neutral" hoch. Zwei der drei Hauptsorgen – unhaltbares preisgetriebenes Wachstum und schwache Kundenfrequenz – seien durch die umfassendste Neuausrichtung des Preis-Leistungs-Verhältnisses seit der Ära des „Dollar Menu" adressiert worden. KeyBanc nimmt zudem Stirling Infrastructure mit einem „Overweight"-Rating und einem Kursziel von 572 US-Dollar auf und sieht das Unternehmen mitten in einem Turnaround.


