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Wall Street Analystenempfehlungen: Nvidia, AMD, Netflix und mehr

Die wichtigsten Analystenbewertungen vom Montag im Überblick – mit Hochstufungen, Kurszielen und Einschätzungen zu Tech, Banken und Energie.

Wall Street Analystenempfehlungen: Nvidia, AMD, Netflix und mehr

Die Wall Street hat am Montag eine Reihe bedeutender Analystenempfehlungen veröffentlicht. Betroffen sind zahlreiche prominente Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Banken, Energie und Gesundheit. Hier sind die wichtigsten Bewertungsänderungen und Kurszielanpassungen im Überblick.

Tech-Giganten im Fokus der Analysten

Bernstein bestätigt seine „Outperform"-Einschätzung für Nvidia und betont das enorme Potenzial im Rechenzentrumsbereich. „Die Chancen im Rechenzentrumsbereich sind enorm und stehen noch am Anfang, wobei weiterhin erhebliches Aufwärtspotenzial besteht", so die Analysten. Auch Goldman Sachs bleibt bei AMD optimistisch und hebt das Kursziel deutlich von 450 auf 640 US-Dollar an. Als Treiber sieht Goldman vor allem die Stärke bei Server-CPUs, während der PC-Bereich leichte Abwärtsrisiken birgt.

Goldman Sachs erhöht zudem das Kursziel für Sandisk drastisch – von 1.200 auf 2.200 US-Dollar pro Aktie – und bestätigt die Kaufempfehlung. Die Analysten weisen jedoch darauf hin, dass die Anlegererwartungen angesichts der starken Prognosen für das zweite Quartal und positiver Managementkommentare bereits sehr hoch sind.

Wolfe Research bestätigt Microsoft mit „Outperform", senkt aber das Kursziel von 570 auf 525 US-Dollar. Hintergrund sind gestiegene Speicherpreise, die zu höheren Investitionsausgaben für das Geschäftsjahr 2027 führen – Wolfe rechnet nun mit einem negativen freien Cashflow für Microsoft in diesem Jahr. Citi setzt Micron auf die „Positive Catalyst Watch"-Liste und erwartet höhere DRAM-Preise im zweiten Halbjahr 2026.

Netflix, T-Mobile und weitere Hochstufungen

Goldman Sachs hält an der Kaufempfehlung für Netflix fest, senkt aber das Kursziel leicht von 120 auf 110 US-Dollar. Die Analysten erwarten beim kommenden Ergebnisbericht Gegenwind beim Nutzerwachstum und beim Engagement – bedingt durch Saisonalität, das Content-Angebot und einen nachlassenden Effekt von Live-Events.

Bank of America stuft T-Mobile von „Neutral" auf „Buy" hoch und sieht die Aktie als unterbewertet an. Das Kursziel bleibt unverändert bei 220 US-Dollar. Ebenfalls von der Bank of America kommt eine Bestätigung der Kaufempfehlung für IBM mit einem angehobenen Kursziel von 315 auf 330 US-Dollar. Die Analysten loben IBMs Fokus auf margenstärkere Software sowie das Potenzial im Bereich Quantencomputing.

JPMorgan nimmt das britische Geldtransfer-Unternehmen Wise mit „Overweight" auf und erwartet ein Nettoumsatzwachstum über der mittelfristigen Prognosespanne in den ersten beiden Quartalen – getrieben durch starke Volumina, Nutzeraktivität und Guthaben.

Banken und Energie: Hochstufungen und Herabstufungen

Im Bankensektor gibt es gemischte Signale. Jefferies stuft US Bancorp von „Hold" auf „Buy" hoch und verweist auf vorteilhafte Trends beim Zinsüberschuss und Provisionsüberschuss, die sich dem oberen Ende der 6-7%-Prognosen nähern. TD Cowen hebt Flagstar von „Hold" auf „Buy" an und sieht eine Trendwende beim Gewinn pro Aktie.

Baird hingegen stuft gleich mehrere Banken herab: Citizens Financial und M&T Bank fallen von „Outperform" auf „Neutral", Regions Financial sogar von „Neutral" auf „Underperform". Die Begründung: Das Chance-Risiko-Verhältnis sei bei den aktuellen Kursen negativ geneigt, da die Banken einen zyklischen Höchststand bei den Eigenkapitalrenditen erreichen und die Bewertungen wenig attraktiv seien.

Im Energiesektor hebt Wells Fargo das Kursziel für First Solar deutlich von 255 auf 320 US-Dollar an und bestätigt „Overweight". Hintergrund ist eine mögliche Zollentscheidung zu Polysilizium gemäß Section 232, die bis Anfang August erwartet wird und erhebliches Aufwärtspotenzial für den US-Solaranlagenhersteller bieten könnte.

Luftfahrt, Bergbau und Biotech

Raymond James stuft Delta Air Lines von „Strong Buy" auf „Outperform" herab – nicht aus negativen Gründen, sondern weil nach dem jüngsten Kursanstieg das kurzfristige Bewertungspotenzial etwas geringer geworden ist. JetBlue wird von „Market Perform" auf „Underperform" herabgestuft; die Analysten sehen Chapter-11-Gläubigerschutz als möglichen Weg für die angeschlagene Airline.

Jefferies stuft Agnico Eagle Mines von „Hold" auf „Buy" hoch – primär aufgrund der Bewertung. Angesichts eines Rückgangs von Gold um rund 3 Prozent seit Jahresbeginn und eines Minus von rund 9 Prozent beim Goldminenindex GDX sehen die Analysten qualitativ hochwertige Unternehmen auf attraktivem Niveau. HSBC stuft Gilead von „Hold" auf „Buy" hoch und empfiehlt Anlegern, den Kursrücksetzer zum Einstieg zu nutzen. Gleichzeitig senkt HSBC Allstate von „Buy" auf „Hold" und sieht kaum noch Aufwärtspotenzial für den Versicherer.

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