Waldbrände in England: Häuser brennen am heißesten Tag 2026
Extreme Hitze mit 38,1 °C löst verheerende Waldbrände in den West Midlands aus – Häuser in Stourbridge und weiteren Orten betroffen.

Am heißesten Tag des britischen Jahres 2026 haben Waldbrände in England mehrere Wohnhäuser in Brand gesetzt. Das Met Office verzeichnete in den Kew Gardens im Westen Londons eine Temperatur von 38,1 °C – der höchste Wert des Jahres. Die knochentrockenen Bedingungen ließen Feuer in mehreren Regionen gleichzeitig ausbrechen und überfordern die Feuerwehren des Landes.
Besonders schwer betroffen war die Marktstadt Stourbridge in den West Midlands. Im Internet veröffentlichte Videos zeigten, wie Flammen Häuser verschlangen. Der Leiter der Feuerwehr der West Midlands, Simon Tuhill, sprach auf einer Pressekonferenz am Abend von „Verwüstung". Er bestätigte, dass eine „Reihe von Immobilien" betroffen sei, nannte jedoch keine genaue Zahl. Nach Angaben des Rettungsdienstes der West Midlands wurden zwei Personen mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert.
Tuhill erklärte, das Feuer in Stourbridge sei vermutlich auf einer Grünfläche ausgebrochen und dann auf nahegelegene Häuser übergegriffen. „Die knochentrockenen Bedingungen, mit denen das Land und die West Midlands derzeit konfrontiert sind, haben dazu geführt, dass sich das Feuer trotz der Bemühungen von mehr als 100 Feuerwehrleuten rasch ausbreitete", sagte er. Die Feuerwehr wurde am Donnerstagmittag zu dem Brand gerufen.
Mehrere Großschadenslagen landesweit
Der Bürgermeister der West Midlands, Richard Parker, bezeichnete die Lage als „äußerst besorgniserregend und sich schnell entwickelnd". Auf der Plattform X schrieb er: „Ich sorge mich um die Familien, die aufgefordert werden, ihre Häuser zu verlassen, und um diejenigen, deren Reisen verspätet sind oder abgesagt wurden – aber Sicherheit muss an erster Stelle stehen."
Laut dem National Fire Chiefs Council riefen Feuerwehr- und Rettungsdienste am Donnerstag landesweit neun Großschadenslagen aus. Damit war der Tag der zweitschwerste bekannte Tag für Waldbrände im Vereinigten Königreich seit dem 19. Juli 2022. An jenem Tag riefen 16 verschiedene Feuerwehren Großschadenslagen aus, und einige Brigaden verfügten über zu wenige Ressourcen, um jeden Notruf zu bearbeiten. Damals wurden in Wennington im Osten Londons etwa 18 Häuser zerstört.
Zu den weiteren Bränden am Donnerstag gehörte ein von der Feuerwehr Warwickshire als „Großbrand" eingestuftes Feuer in Salford Priors bei Stratford-upon-Avon. Auch dort griff das Feuer offenbar von einer Grünfläche auf Häuser über. Bilder aus Pershore in Worcestershire zeigten ebenfalls brennende Häuser nach einem Waldbrand. Der Feuerwehr- und Rettungsdienst von Hampshire und der Isle of Wight kämpfte zudem seit dem 9. August gegen einen Großbrand in der Heide des New Forest und meldete am Donnerstag einen weiteren Brand bei den Hawley Lakes nahe Farnborough.
Rekordanzahl an Waldbränden in Großbritannien
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Zur AktienanalyseDie jüngsten Ereignisse haben dazu geführt, dass das Vereinigte Königreich in diesem Jahr bereits den Rekord von 1.017 Waldbränden übertroffen hat, die im gesamten Jahr 2025 landesweit verzeichnet wurden. Während frühere Waldbrände in Großbritannien meist in abgelegenen Gebieten auftraten und selten auf Wohnbebauung übergriffen, zeigt sich nun ein beunruhigender Trend.
Rory Hadden, Inhaber des Lehrstuhls für Brandforschung an der University of Edinburgh, warnte vor den Konsequenzen: „Leider ist dies eine Gefahr, die offenbar immer häufiger auftritt." Solche städtischen Großbrände seien extrem zerstörerisch und übten einen enormen Druck auf die Feuerwehren aus. Das britische Ministerium für Wohnungsbau, Kommunen und lokale Selbstverwaltung hatte bereits im Juni Mittel in Höhe von 97 Millionen Britischen Pfund angekündigt, um die Feuerwehren bei der effektiveren Bekämpfung von Waldbränden zu unterstützen.


