VW und Mercedes mit Absatzrückgang: China-Geschäft bricht ein
Volkswagen und Mercedes-Benz kämpfen mit sinkenden Verkaufszahlen. Während VW 0,5% weniger Fahrzeuge auslieferte, verzeichnete Mercedes einen Rückgang von 10%. Besonders drastisch fiel der Einbruch in China aus.

**Herbe Verluste in Schlüsselmärkten
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Die deutschen Automobilgiganten Volkswagen und Mercedes-Benz haben ihre Absatzzahlen für 2025 vorgelegt – und die Bilanz fällt ernüchternd aus. Der VW-Konzern lieferte weltweit 8,98 Millionen Fahrzeuge aus, ein Minus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mercedes traf es deutlich härter: Mit 2,16 Millionen verkauften Pkw und Vans verzeichneten die Stuttgarter einen Rückgang von zehn Prozent.
Die Hauptgründe für die schwache Performance liegen in den beiden wichtigsten Auslandsmärkten. In China, traditionell eine Goldgrube für deutsche Premium-Hersteller, brach das Geschäft massiv ein. Auch die USA entwickelten sich zum Sorgenkind, nicht zuletzt durch die Zollpolitik der Trump-Administration.
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China-Markt unter massivem Druck
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Besonders dramatisch zeigt sich die Situation im Reich der Mitte. VW lieferte dort nur noch 2,69 Millionen Fahrzeuge aus – ein Rückgang von acht Prozent. Mercedes traf es noch härter: Die 551.900 verkauften Pkw bedeuten ein Minus von 19 Prozent. Fast ein Drittel aller Mercedes-Fahrzeuge geht normalerweise nach China.
"Insbesondere die intensive Wettbewerbssituation in China sowie die Zölle und der Entfall der Elektro-Förderung in den USA haben unser Geschäft beeinträchtigt", erklärte Audi-Vertriebsvorstand Marco Schubert. Lokale Elektroautohersteller wie BYD setzen die deutschen Premiummarken mit aggressiven Preisen und innovativen Modellen unter Druck.
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US-Markt leidet unter Zollpolitik
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In Nordamerika verschärften die von Präsident Trump eingeführten Zölle die ohnehin angespannte Lage. VW verzeichnete einen Rückgang von 10,4 Prozent auf 946.800 Fahrzeuge. Mercedes verkaufte rund 285.000 Einheiten in den USA – ein Minus von zwölf Prozent. Der Wegfall der Elektroauto-Förderung belastete zusätzlich.
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Europa als Lichtblick – E-Autos boomen
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Positiv entwickelte sich dagegen das Heimatgeschäft. VW steigerte die Auslieferungen in Europa um 3,8 Prozent auf 3,38 Millionen Fahrzeuge. Mercedes blieb in Deutschland mit 213.200 verkauften Autos stabil auf Vorjahresniveau.
Einen deutlichen Erfolg verbuchten beide Konzerne bei Elektrofahrzeugen. VW lieferte weltweit 983.100 reine E-Autos aus – ein Plus von fast einem Drittel. In Europa schossen die E-Auto-Verkäufe sogar um 66 Prozent nach oben. Fast jeder neunte VW-Neuwagen war 2025 ein Batteriefahrzeug. Bei Mercedes hatte knapp jeder zehnte Pkw einen reinen Elektroantrieb.
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Zur AktienanalyseNeue Modelle sollen Wende bringen
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Mercedes setzt große Hoffnungen auf frische Produktoffensiven. Die Kundenaufträge für den neuen elektrischen CLA und GLC lägen deutlich über den Erwartungen, teilte der DAX-Konzern mit. In diesem Jahr steht zudem die Präsentation einer neuen S-Klasse an – traditionell ein wichtiger Impulsgeber für die Marke.
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Ausblick für Anleger**
Die Zahlen verdeutlichen die strukturellen Herausforderungen der deutschen Autoindustrie. Der Verlust von Marktanteilen in China und die protektionistische US-Politik belasten die Geschäftsmodelle nachhaltig. Gleichzeitig zeigt der E-Auto-Boom in Europa, dass die Transformation zur Elektromobilität Früchte trägt. Investoren sollten die Quartalszahlen und weitere Absatzentwicklungen in den kommenden Monaten genau beobachten.


