VW startet E-Kleinwagen-Offensive in Spanien
Vier neue Modelle sollen ab 2026 Elektromobilität in Europa günstiger machen

Der Volkswagen-Konzern treibt seine Elektrifizierungsstrategie in Spanien weiter voran und setzt dabei auf die Produktion elektrischer Kleinwagen. Am Standort der Konzernmarke Seat in Martorell bei Barcelona hat Volkswagen das neue Batteriemontagewerk eingeweiht, das eine zentrale Rolle für künftige E-Modelle spielen soll. Ab dem Jahr 2026 plant der Konzern, in Spanien vier neue Elektrofahrzeuge zu produzieren, die zu Preisen von rund 25.000 Euro angeboten werden sollen. Ziel ist es, Elektromobilität für einen breiteren Kundenkreis in Europa zugänglich zu machen.
Die Einweihung des Werks fällt in eine Phase, in der auf europäischer Ebene erneut über das geplante Verbot von Verbrennungsmotoren diskutiert wird. Unabhängig davon betont die Konzernführung die strategische Ausrichtung auf batterieelektrische Fahrzeuge. In Martorell wurde hervorgehoben, dass der Ausbau der Elektromobilität langfristig fortgesetzt wird und Rückschritte nicht erwartet werden.
Im Rahmen der neuen Modelloffensive entstehen erstmals vier Fahrzeuge unterschiedlicher Konzernmarken auf einer gemeinsamen Plattform. Diese Modellfamilie trägt konzernintern den Namen „Electric Urban Family“. Den Auftakt bildet der Cupra Raval, gefolgt vom ID.Polo. Beide Fahrzeuge sollen in Martorell gefertigt werden. Weitere Modelle, darunter der ID.Cross von Volkswagen sowie der Skoda Epiq, werden zeitversetzt in Pamplona produziert. Ergänzend plant der Konzern, in Portugal ein weiteres kompaktes Elektrofahrzeug mit einem Einstiegspreis von etwa 20.000 Euro zu bauen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie ist die lokale Batteriemontage. Das neue Werk in Martorell wurde über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren errichtet und verfügt über eine Produktionskapazität von bis zu 300.000 Batteriesystemen pro Jahr. Zunächst stammen die Batteriezellen aus dem Werk in Salzgitter und basieren auf Nickel-Mangan-Kobalt-Technologie. Perspektivisch sollen auch Batterien aus dem geplanten Zellwerk in Sagunt zum Einsatz kommen, dessen Serienfertigung für 2027 vorgesehen ist. Dort will Volkswagen Lithium-Eisenphosphat-Zellen herstellen, die kostengünstiger sind und sich besonders für Kleinwagen eignen.
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Zur AktienanalyseSpanien spielt für den Konzern eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Elektrifizierungspläne. Gründe dafür sind vergleichsweise niedrige Produktionskosten, die Verfügbarkeit von Ökostrom, staatliche Förderprogramme sowie ein dichtes Netz von Zulieferern. Volkswagen investiert gemeinsam mit Partnern insgesamt rund zehn Milliarden Euro in die Elektromobilität im Land, davon mehrere Milliarden in den Standort Martorell, an dem künftig neben Elektrofahrzeugen weiterhin auch Hybrid- und Verbrennermodelle gefertigt werden.


