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VW drosselt T-Roc Cabrio Produktion: Osnabrücks Zukunft bleibt ungewiss

Volkswagen verlängert den Werksurlaub in Osnabrück und streicht Produktionstage – die Zukunft des Standorts mit 2.300 Beschäftigten ist offen.

VW drosselt T-Roc Cabrio Produktion: Osnabrücks Zukunft bleibt ungewiss

Volkswagen fährt die Produktion des T-Roc Cabrio in seinem Werk in Osnabrück deutlich zurück. Konkret wird der Werksurlaub um eine Woche verlängert, zusätzlich fallen weitere produktionsfreie Tage an. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte die Maßnahmen am Dienstag.

Als Begründung nennt VW die typische Saisonalität im Cabrio-Segment: Offen-Fahrzeuge werden vor allem im Frühjahr und Sommer bestellt, während die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte erfahrungsgemäß deutlich nachlässt. Das T-Roc Cabrio ist ein Nischenmodell – entsprechend sensibel reagiert die Produktion auf Nachfrageschwankungen.

Betriebsrat fordert klare Perspektive

Der VW-Konzernbetriebsrat schlägt Alarm: Die ursprüngliche Planung, wonach das Produktionsvolumen des T-Roc Cabrio bis September des kommenden Jahres reichen sollte, sei inzwischen hinfällig. Der Vorstand stehe nun in der Pflicht, den rund 2.300 Beschäftigten in Osnabrück eine verlässliche Perspektive zu bieten.

Laut Volkswagen soll das T-Roc Cabrio zwar noch bis ins kommende Jahr in Osnabrück gefertigt werden. Was danach kommt, ist jedoch völlig offen. Der Konzern erklärte zuletzt, mögliche Zukunftsszenarien für den Standort aktiv zu prüfen.

Das Werk in Osnabrück hat eine lange Geschichte in der Fahrzeugfertigung: Einst baute der Karosseriehersteller Karmann dort Coupés und Cabrios auf Basis des legendären VW Käfer. Heute steht die Fabrik vor einer ungewissen Zukunft.

Rüstungsindustrie als möglicher Nachfolger

Im Zuge der Standortsuche führt Volkswagen nach eigenen Angaben Gespräche mit Unternehmen aus der Rüstungsbranche. Als konkreter Interessent gilt der israelische Rüstungskonzern Rafael, bekannt als Hersteller des Iron-Dome-Raketenabwehrsystems. Eine Einigung steht allerdings noch aus.

Auch der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall hatte zeitweise Interesse an dem Werk signalisiert – zog sich jedoch im März zurück. Damit bleibt die Lage für die Belegschaft weiterhin angespannt.

Die Entwicklungen in Osnabrück fügen sich in das größere Bild des VW-Konzerns ein, der sich mitten in einem tiefgreifenden Umbau befindet. Zuletzt hatte Volkswagen angekündigt, bis Jahresende rund 19.000 Stellen abzubauen. Für Privatanleger bleibt die Frage, wie der Konzern den Spagat zwischen Kostensenkung und langfristiger Wettbewerbsfähigkeit meistern will.

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