VW-Aktie: Kernmarke verliert 2025 an Schwung – China-Geschäft bricht ein
Die Volkswagen-Kernmarke verzeichnet 2025 einen Absatzrückgang von 1,4 Prozent auf 4,73 Millionen Fahrzeuge. Besonders dramatisch entwickelt sich das China-Geschäft mit einem Minus von 8,4 Prozent.

Die Volkswagen-Kernmarke hat das Jahr 2025 mit enttäuschenden Verkaufszahlen abgeschlossen. Weltweit gingen 4,73 Millionen Fahrzeuge an Kunden, was einem Rückgang von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit schneidet die wichtigste Konzernmarke schlechter ab als der Gesamtkonzern, der nur ein Minus von 0,5 Prozent meldete.
China-Markt unter Druck
Besonders schwer wiegt der Einbruch im wichtigsten Einzelmarkt China. Mit einem Absatzminus von 8,4 Prozent auf 2,02 Millionen Fahrzeuge zeigt sich die Schwäche der Wolfsburger im Kampf gegen lokale Elektroautohersteller deutlich. Der frühere Marktführer kämpft mit dem intensiven Preiswettbewerb chinesischer E-Auto-Anbieter wie BYD und NIO.
Trump-Zölle belasten US-Geschäft
Auch in Nordamerika musste VW herbe Verluste hinnehmen. Die Auslieferungen sanken um 8,2 Prozent auf 544.000 Einheiten. Als Hauptgrund nennt der Konzern die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, die sich spürbar auf die Verkaufszahlen auswirkt. Die protektionistischen Maßnahmen verteuern importierte Fahrzeuge erheblich.
Europa und Südamerika als Lichtblicke
Positiv entwickelte sich dagegen das Europa-Geschäft mit einem Plus von 5,1 Prozent auf 1,32 Millionen Fahrzeuge. Noch deutlicher fiel das Wachstum in Südamerika aus, wo VW um beeindruckende 18,5 Prozent auf 568.000 Einheiten zulegte. Diese Regionen kompensieren teilweise die Schwäche in Übersee.
E-Mobilität stagniert global
Bei den Elektrofahrzeugen zeigt sich ein gemischtes Bild. Weltweit verkaufte die Kernmarke rund 382.000 vollelektrische ID-Modelle – praktisch unverändert zum Vorjahr mit einem minimalen Rückgang von 0,2 Prozent. Die globale Stagnation täuscht jedoch über regionale Erfolge hinweg.
Deutschland als E-Auto-Wachstumsmarkt
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Zur AktienanalyseIn Europa legte VW bei Elektromodellen kräftig zu: Ein Anstieg von fast 50 Prozent auf 248.000 Fahrzeuge zeigt die wachsende Akzeptanz. Besonders stark entwickelte sich der Heimatmarkt Deutschland mit einem Sprung von über 60 Prozent auf 94.000 E-Autos. Dies unterstreicht die zunehmende Elektrifizierung der Flotte trotz wegfallender staatlicher Förderung.
Ausblick für Investoren
Für Anleger bleiben die Herausforderungen in China und den USA kritische Faktoren. Die Abhängigkeit vom chinesischen Markt und die geopolitischen Risiken durch Handelskonflikte belasten die Perspektiven. Gleichzeitig bieten die Erfolge in Europa und Südamerika sowie die wachsende E-Mobilität Hoffnung auf eine Trendwende.


