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Vorbörsliche Kursbewegungen: Quantencomputer, Walmart, Nvidia und mehr

Quantencomputer-Aktien explodieren dank Milliarden-Förderung, während Walmart und Intuit mit schwachen Ausblicken enttäuschen.

Vorbörsliche Kursbewegungen: Quantencomputer, Walmart, Nvidia und mehr

Der vorbörsliche Handel am 21. Mai 2026 stand im Zeichen starker Bewegungen quer durch alle Sektoren. Besonders im Rampenlicht: Quantencomputer-Aktien, ein enttäuschender Ausblick von Walmart sowie starke Quartalszahlen von Nvidia und Deere.

Quantencomputer-Aktien mit kräftigen Gewinnen

Den größten Kurssprung verzeichneten Quantencomputer-Unternehmen, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, dass die US-Regierung plant, Fördergelder in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar an neun Firmen zu vergeben. Dem Bericht zufolge umfasst die Vereinbarung auch staatliche Kapitalbeteiligungen – ein starkes Signal für die gesamte Branche.

Die Kursreaktionen fielen entsprechend deutlich aus: D-Wave Quantum kletterte um 17%, Rigetti Computing sprang um 15% nach oben und GlobalFoundries verbuchte ein Plus von 13%. Quantum Computing legte um fast 14% zu, IonQ gewann 8% und IBM stieg um 6,5%. Für Anleger, die auf den Quantencomputer-Sektor setzen, war dies ein bemerkenswerter vorbörslicher Auftakt.

Walmart enttäuscht mit schwachem Jahresausblick

Deutlich schlechter lief es für Walmart. Der US-Einzelhandelsriese verlor vorbörslich rund 2%, nachdem er einen schwächer als erwartet ausgefallenen Ausblick für das Gesamtjahr und das laufende Quartal veröffentlicht hatte. Walmart erwartet laut LSEG ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 2,75 und 2,85 US-Dollar – die Analysten hatten 2,91 US-Dollar erwartet.

Dabei war das Quartalsergebnis selbst nicht schlecht: Das bereinigte Ergebnis je Aktie im ersten Quartal entsprach den Erwartungen, und der Umsatz übertraf die Schätzungen sogar. Der Markt reagierte dennoch negativ auf den vorsichtigen Ausblick des Konzerns.

Ebenfalls unter Druck geriet Kroger: Der US-Lebensmittelhändler verlor 4%, nachdem Bloomberg berichtet hatte, dass das Unternehmen plant, die Preise in seinen Filialen deutlich zu senken, um mit Walmart und Costco zu konkurrieren.

Nvidia übertrifft Erwartungen – Aktie kaum bewegt

Chip-Gigant Nvidia meldete für das erste Quartal einen Umsatzanstieg von 85% im Jahresvergleich auf 81,62 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die LSEG-Analystenprognose von 78,86 Milliarden US-Dollar deutlich. Trotz der beeindruckenden Zahlen zeigte sich die Aktie vorbörslich kaum verändert – ein Zeichen dafür, dass der Markt bereits sehr hohe Erwartungen eingepreist hatte.

Rocket Lab hingegen büßte 6% ein, nachdem SpaceX bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Prospekt für einen Börsengang an der Nasdaq eingereicht hatte. CNBC berichtete, dass SpaceX plant, am 8. Juni eine Roadshow zur Vermarktung des Deals zu starten – ein Ereignis, das Konkurrenten wie Rocket Lab unter Druck setzt.

Intuit mit Stellenabbau und verfehlten Erwartungen

Besonders hart traf es Intuit: Die Aktien des Finanzsoftware-Unternehmens sackten um 14% ab. Intuit kündigte einen Stellenabbau von 17% an und verfehlte zudem die Analystenerwartungen beim Umsatz im dritten Geschäftsquartal. Das Unternehmen meldete 8,56 Milliarden US-Dollar, während die LSEG-Konsensprognose bei 8,61 Milliarden US-Dollar lag.

Auf der Gewinnerseite stand E.l.f. Beauty mit einem Plus von 7%. Der Kosmetikhändler übertraf im vierten Geschäftsquartal die Erwartungen der Wall Street sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn. Das Unternehmen erklärte zudem, einige zollbedingte Preiserhöhungen rückgängig machen zu wollen, und verwies auf die Belastung der Verbraucher durch höhere Benzinpreise.

Deere, Nio und weitere Einzelwerte im Fokus

Landmaschinenhersteller Deere meldete für das zweite Quartal besser als erwartete Ergebnisse: Der Gewinn je Aktie belief sich auf 6,55 US-Dollar und übertraf damit die FactSet-Konsensschätzung von 5,70 US-Dollar. Der Nettoumsatz betrug 11,78 Milliarden US-Dollar gegenüber den erwarteten 11,54 Milliarden. Deere bestätigte zudem seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Dennoch fielen die Aktien um fast 4% – ein klassisches „Buy the rumor, sell the news"-Muster.

Chinesischer Elektroautohersteller Nio legte in den USA um fast 5% zu. Sowohl Ergebnis als auch Umsatz für das erste Quartal übertrafen die Erwartungen. Für das zweite Quartal plant Nio die Auslieferung von 110.000 bis 115.000 Fahrzeugen – ein Anstieg von fast 60% gegenüber dem Vorjahr.

Star Bulk Carriers gewann 3%, nachdem die Reederei für das erste Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 56 Cent bei einem Umsatz von 281,2 Millionen US-Dollar gemeldet hatte. Analysten hatten lediglich 47 Cent je Aktie und 225,9 Millionen US-Dollar erwartet. Applied Digital sprang um 10% nach oben, nachdem das Rechenzentrum-Unternehmen den Abschluss eines langfristigen Mietvertrags mit einem US-amerikanischen Hyperscaler mit hohem Investment-Grade-Rating bekanntgegeben hatte.

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