Vorbörsliche Kursbewegungen: Intel, GameStop, Apple und mehr
Intel bricht nach Aktienausgabe ein, Berkshire glänzt mit Gewinnwachstum – die größten vorbörslichen Bewegungen im Überblick.

Der vorbörsliche Handel am US-Aktienmarkt zeigt am Montag deutliche Bewegungen bei einer Reihe prominenter Unternehmen. Auslöser sind Analystenentscheidungen, Quartalsergebnisse und Unternehmenstransaktionen. Besonders im Fokus stehen Intel, GameStop, Apple und Berkshire Hathaway.
Intel unter Druck nach Milliarden-Aktienausgabe
Intel verliert vorbörslich rund 3%, nachdem der Chiphersteller die Ausgabe neuer Stammaktien im Wert von 15 Milliarden US-Dollar angekündigt hat. Das Unternehmen erklärte, die Mittel für allgemeine Unternehmenszwecke nutzen zu wollen – darunter Investitionen und Betriebskapital. Intel betonte, das Angebot werde es dem Unternehmen ermöglichen, weiter zu wachsen und gleichzeitig eine starke Bilanz beizubehalten. Solche Kapitalerhöhungen verwässern jedoch den Anteil bestehender Aktionäre, was regelmäßig zu Kursrückgängen führt.
Apple gibt ebenfalls nach: Die Aktie des Technologieriesen fällt um rund 1%, nachdem die Investmentbank Jefferies das Papier von „Hold" auf „Underperform" herabgestuft hat. Hintergrund sind Erkenntnisse aus Lieferkettenprüfungen, wonach ein sogenanntes „All-Glass"-iPhone – ein Projekt, das Apple nie öffentlich angekündigt hatte – offenbar gestrichen wurde. Dies setzt Apple unter Druck, da das Unternehmen versucht, teurere Geräte zu entwickeln, um den steigenden Speicherkosten entgegenzuwirken.
Berkshire Hathaway mit solidem Quartalswachstum
Berkshire Hathaway legt vorbörslich um 0,5% zu. Der Mischkonzern von Starinvestor Warren Buffett meldete am Samstag ein Wachstum des Betriebsergebnisses von 16% im zweiten Quartal. Besonders stark entwickelten sich die Bereiche Fertigung, Dienstleistungen und Einzelhandel sowie die Energieerträge. Schwächer zeigte sich hingegen das Versicherungsgeschäft, wo die Kapitalerträge um 9% zurückgingen.
Hewlett Packard Enterprise (HPE) gehört zu den klaren Gewinnern des vorbörslichen Handels mit einem Plus von mehr als 5%. Morgan Stanley hat die Aktie von „Equal-weight" auf „Overweight" hochgestuft. Die Analysten begründeten dies damit, dass das Unternehmen derzeit über ein attraktives Risiko-Rendite-Profil verfüge und der Markt die Asymmetrie zwischen der Ertragskraft von HPE und der Bewertung unterschätze.
Verisk Analytics und GameStop mit gegensätzlichen Signalen
Verisk Analytics bricht um mehr als 6,5% ein. Ein Richter in Delaware entschied am Freitag, dass das Datenanalyseunternehmen die Übernahme von AccuLynx für 2,35 Milliarden US-Dollar fortsetzen muss. Verisk hatte das Geschäft im Dezember abgebrochen, da eine Prüfung der Fusion durch die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission bis zum Ablauf der Transaktionsfrist nicht abgeschlossen war. Das Gerichtsurteil zwingt das Unternehmen nun zur Vollendung der Transaktion.
GameStop hingegen steigt vorbörslich um mehr als 1,5%. Bloomberg berichtete, dass das Unternehmen erwägt, sein 56-Milliarden-Dollar-Gebot für eBay zurückzuziehen. Das unaufgeforderte Übernahmeangebot war von eBay ursprünglich im Mai abgelehnt worden – der Online-Händler bezeichnete es als „weder glaubwürdig noch attraktiv". Ein möglicher Rückzug des Angebots scheint Anleger zu beruhigen.
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Zur AktienanalyseArcher Aviation profitiert von Boeing-Übernahme
Archer Aviation verzeichnet deutliche Kursgewinne, nachdem das Luft- und Raumfahrtunternehmen die Übernahme von drei Boeing-Tochtergesellschaften bekanntgegeben hat. Boeing beteiligt sich zudem mit einer nicht genannten Summe an Archer. CEO Adam Goldstein erklärte, die Akquisitionen würden dem Unternehmen helfen, seine Umsätze zu diversifizieren und zu skalieren.
Rocket Lab legt vorbörslich um fast 3% zu, während Anleger den Ergebnisbericht für das zweite Quartal erwarten, der am Montag nach Börsenschluss veröffentlicht werden soll. Die Aktie hat in diesem Zeitraum zwar rund 60% zugelegt, notiert aber noch immer mehr als 40% unter den Höchstständen von Ende Mai.


