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Vorbörsliche Kursbewegungen: IMAX, Merck, Zoom und mehr

Starke vorbörsliche Ausschläge an der Wall Street: IMAX springt 14%, Futu bricht ein, Workday und Zoom überzeugen mit Quartalszahlen.

Vorbörsliche Kursbewegungen: IMAX, Merck, Zoom und mehr

Der vorbörsliche Handel an der Wall Street zeigte am Donnerstag ausgeprägte Kursbewegungen in beide Richtungen. Während mehrere Unternehmen mit starken Quartalsergebnissen oder positiven Nachrichten punkteten, belasteten regulatorische Maßnahmen Chinas gegen den grenzüberschreitenden Wertpapierhandel chinesische Aktien erheblich.

Zu den größten Gewinnern zählten IMAX, Workday, Zoom und Perpetua Resources – während Futu, PDD Holdings und Alibaba unter dem Druck chinesischer Regulierungsmaßnahmen litten.

Größte Gewinner: IMAX, Workday und Zoom

IMAX verzeichnete mit einem Plus von 14% den stärksten vorbörslichen Kursanstieg. Berichte über einen möglichen Unternehmensverkauf und erste Gespräche mit potenziellen Käufern beflügelten die Aktie. Laut einer CNBC-Quelle sondieren die Banker von IMAX gelegentlich das Interesse an einem Verkauf.

Workday legte um mehr als 8% zu. Der Anbieter von Finanz- und Personalsoftware übertraf die Erwartungen beim Quartalsergebnis und hob seinen Margenausblick für das Gesamtjahr an. Zudem kehrte Mitgründer Aneel Bhusri im Laufe des Quartals als CEO zurück.

Zoom Communications stieg um 7%, nachdem das Unternehmen Gewinn und Umsatz über den Erwartungen meldete. Zusätzlich erhöhte Zoom seine Ermächtigung zum Aktienrückkauf um 1 Milliarde US-Dollar.

Estee Lauder gewann fast 10%, nachdem das Kosmetikunternehmen und der spanische Modekonzern Puig bestätigten, dass sie ihre Gespräche über eine potenzielle Fusion beendet haben. Das Ende der Fusionsgespräche wurde von Anlegern offenbar als Erleichterung aufgenommen.

Merck mit Studienerfolg bei Lungenkrebs

Merck notierte fast 3,5% im Plus, nachdem eine Phase-3-Studie positive Ergebnisse lieferte. Die in Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen Kelun-Biotech entwickelte Behandlung für Lungenkrebs senkte das Risiko einer Tumorprogression um beeindruckende 65%. Solche klinischen Studienergebnisse sind für Pharmaunternehmen oft ein wichtiger Kurstreiber.

Perpetua Resources sprang um mehr als 10% nach oben. Das Bergbauunternehmen erhielt ein Darlehen in Höhe von 2,9 Milliarden US-Dollar von der U.S. Export-Import Bank zur Finanzierung seines Stibnite-Goldprojekts in Idaho. Das Projekt fördert neben Gold auch Antimon – ein Metall, das für Munition und die Halbleiterherstellung benötigt wird.

Chinas Regulierungsdruck trifft chinesische Aktien hart

Futu, der in Hongkong ansässige und in den USA notierte Broker, verlor dramatische 36%. China leitete ein hartes Vorgehen gegen den illegalen grenzüberschreitenden Wertpapierhandel ein und will Brokerhäuser bestrafen, denen vorgeworfen wird, illegal Gelder in ausländische Märkte transferiert zu haben.

Auch PDD Holdings und Alibaba gerieten unter Druck. PDD verlor fast 6%, Alibaba gab um 4,5% nach. Beide Unternehmen unterhalten umfangreiche Geschäftsaktivitäten in China und sind damit besonders anfällig für regulatorische Eingriffe der chinesischen Behörden.

Weitere Bewegungen: Ross Stores, Take-Two und Booz Allen

Ross Stores stieg nach einem stärker als erwarteten Quartalsbericht um 4,5%. Das Discount-Kaufhaus hob zudem seine Prognose für die flächenbereinigten Umsätze sowie die Gewinnprognose für das Gesamtjahr an.

Take-Two Interactive legte um fast 4% zu, nachdem das Unternehmen die Umsatzprognosen leicht übertraf. Besonders erfreulich für Anleger: Die Veröffentlichung des mit Spannung erwarteten Spiels Grand Theft Auto VI ist weiterhin für November geplant.

Booz Allen Hamilton gewann mehr als 5%, nachdem das Beratungsunternehmen für sein viertes Geschäftsquartal einen bereinigten Gewinn von 1,78 US-Dollar je Aktie meldete – deutlich über den Analystenerwartungen von 1,34 US-Dollar. Der Umsatz verfehlte die Erwartungen jedoch leicht.

Advanced Micro Devices (AMD) stieg um mehr als 1,5%, nachdem CEO Lisa Su prognostizierte, dass die erhöhte Nachfrage nach CPUs fünf Jahre anhalten wird. Der Chiphersteller Arm hingegen gab nach einer massiven viertägigen Rallye von 42% um mehr als 2,5% nach – steuerte aber dennoch auf seine beste Woche seit Ende April zu.

BJ's Wholesale Club legte um 2% zu, nachdem das Unternehmen für das erste Quartal einen bereinigten Gewinn von 1,10 US-Dollar je Aktie und einen Umsatz von 5,66 Milliarden US-Dollar meldete – beides über den Analystenerwartungen. Generac sprang um mehr als 3% nach oben, nachdem Jefferies die Aktie von „Hold" auf „Buy" hochgestuft hatte. Die Bank sieht den Ausbau von Rechenzentren als noch nicht eingepreisten Katalysator für den Generatorhersteller.

Deckers Outdoor, Hersteller der bekannten UGG-Boots, verlor trotz besser als erwarteter Quartalszahlen rund 2%. Das Unternehmen erzielte einen Gewinn von 96 Cent je Aktie bei einem Umsatz von 1,11 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Konsensschätzungen. Die UGG-Umsätze lagen mit 409 Millionen US-Dollar ebenfalls über den Erwartungen von 376 Millionen US-Dollar.

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