Vorbörsliche Kursbewegungen: Alibaba, Bristol-Myers, eBay im Fokus
Fusionsspekulationen, KI-Modelle und Indexaufnahmen sorgen vorbörslich für teils heftige Kursbewegungen bei mehreren Großunternehmen.

Der vorbörsliche Handel am US-Markt steht ganz im Zeichen von Fusionsspekulationen, Analystenabstufungen und strategischen Partnerschaften. Mehrere Aktien verzeichnen dabei Bewegungen von bis zu 8% – sowohl nach oben als auch nach unten. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Alibaba, Bristol-Myers Squibb, AstraZeneca und eBay.
Das wohl meistdiskutierte Thema ist ein Bericht der Financial Times über mögliche Fusionsgespräche zwischen den Pharmariesen AstraZeneca und Bristol Myers Squibb. Die Reaktion der Märkte fiel dabei gegensätzlich aus: AstraZeneca verliert mehr als 4%, während Bristol Myers Squibb um mehr als 5% zulegt. Solche gegenläufigen Bewegungen sind bei Fusionsspekulationen typisch – der potenzielle Käufer wird abgestraft, der mögliche Übernahmekandidat profitiert.
Alibaba mit neuem KI-Modell
Chinesische Tech-Aktien rücken ebenfalls in den Fokus: Die in den USA notierten Papiere von Alibaba gewinnen vorbörslich rund 4%. Auslöser ist die Vorstellung eines neuen KI-Modells namens Qwen3, 8-Max, das zu den leistungsstärksten Modellen im Portfolio des Konzerns zählen soll. Die offizielle Veröffentlichung ist für die kommende Woche geplant. Der Schritt unterstreicht Alibabas Ambitionen im hart umkämpften Markt für künstliche Intelligenz, in dem chinesische Anbieter zunehmend mit westlichen Konkurrenten mithalten wollen.
ArcelorMittal gehört ebenfalls zu den Gewinnern des Tages. Der weltgrößte Stahlhersteller legt mehr als 2% zu, nachdem er eine vertiefte Technologiepartnerschaft mit Microsoft bekanntgegeben hat. Microsoft Azure soll künftig als technologisches Rückgrat für die Modernisierung der Anlagensysteme dienen. Auch die Microsoft-Aktie reagiert positiv und steigt um rund 2%.
Ferguson steigt in den S&P 500 auf
Zu den größten Gewinnern zählt Ferguson Enterprises mit einem vorbörslichen Plus von fast 8%. Der Grund: S&P Dow Jones Indices gab am Freitag bekannt, dass das Unternehmen in den S&P 500 aufgenommen wird. Ferguson ersetzt vor Handelsbeginn am Mittwoch Electronic Arts im wichtigsten US-Aktienindex. Indexaufnahmen lösen regelmäßig starke Kurssprünge aus, da Indexfonds und ETFs die Aktie zwingend kaufen müssen.
Auf der Verliererseite steht eBay mit einem Minus von mehr als 3%. Wells Fargo stufte die Aktie der E-Commerce-Plattform von „Equal Weight" auf „Underweight" herab. Die Bank begründet dies mit der in der Vorwoche abgeschlossenen Übernahme von Depop, die im Geschäftsjahr 2027 zu einem schwächeren Ergebnis und potenziell höheren Marketingausgaben führen könnte.
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Zur AktienanalyseSpeicheraktien und Stablecoin-Emittent unter Druck
Auch Speicheraktien stehen zu Wochenbeginn unter Druck. SanDisk und Micron Technology verlieren beide mehr als 3%, Seagate Technology gibt 2,5% nach. Der Sektor hatte bereits in der Vorwoche einen volatilen Handel erlebt.
Ebenfalls schwächer notiert Circle Internet Group, der Emittent des USDC-Stablecoins, mit einem Minus von rund 5%. Morgan Stanley stufte die Aktie von „Equal Weight" auf „Underweight" herab und verwies auf taktischen sowie strukturellen Gegenwind. Konkret nannte die Bank einen schwächeren Ausblick für das Umlaufvolumen des an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins USDC im Jahr 2027.


