Vorbörsliche Gewinner und Verlierer: WD-40, Vodafone und Circle glänzen
Starke Quartalszahlen, Regulierungsgenehmigungen und Investoreneinstiege sorgen für heftige vorbörsliche Kursbewegungen an der Wall Street.

Der vorbörsliche Handel an der Wall Street zeigte am Donnerstag ausgeprägte Kursbewegungen in beide Richtungen. Mehrere Unternehmen überraschten mit starken Quartalsergebnissen oder wichtigen Unternehmensnachrichten, während andere trotz guter Zahlen unter Druck gerieten. Im Mittelpunkt standen WD-40, Vodafone, Circle Internet Group sowie eine Reihe von Chip- und Krypto-Aktien.
WD-40 mit starkem Quartalsergebnis
Den stärksten Kurssprung im vorbörslichen Handel verzeichnete WD-40 Company mit einem Plus von mehr als 15%. Der Hersteller von Haushalts- und Industrieschmierstoffen meldete für das dritte Quartal einen bereinigten Gewinn von 2,33 US-Dollar pro Aktie und übertraf damit die Analystenerwartungen von 1,56 US-Dollar pro Aktie deutlich – ein Übertreffen um fast 50%. Zusätzlich hob das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr an, was das Vertrauen der Anleger weiter stärkte.
Circle Internet Group legte ebenfalls kräftig zu und gewann mehr als 13%. Das Fintech-Unternehmen erhielt von der US-Währungsaufsichtsbehörde Office of the Comptroller of the Currency die Genehmigung zur Gründung einer auf Kryptowährungen spezialisierten Bank. CEO Jeremy Allaire bezeichnete die Genehmigung in einer Pressemitteilung als „entscheidenden Moment", um die Blockchain-Technologie in den Kern des Finanzsystems zu integrieren.
Vodafone: Milliardär Niel steigt groß ein
Ebenfalls um 13% nach oben sprangen die in den USA notierten Aktien von Vodafone Group. Auslöser war die Nachricht, dass der französische Milliardär Xavier Niel eine Beteiligung von 16% an dem britischen Telekommunikationskonzern im Wert von rund 6 Milliarden US-Dollar erworben hat. Damit ist Niel nun der größte Einzelaktionär von Vodafone – ein bedeutender Einschnitt für das Unternehmen, das in den vergangenen Jahren mit Kursverlusten und strategischen Herausforderungen zu kämpfen hatte.
Delta Air Lines hingegen gab trotz eines positiven Quartalsberichts um mehr als 3% nach. Das Unternehmen übertraf zwar die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn, doch CEO Ed Bastian erklärte in einem CNBC-Interview, dass er trotz sinkender Ölpreise davon ausgeht, dass die gestiegenen Kerosinpreise die Preismacht des Unternehmens weiterhin belasten werden. Diese Aussicht dämpfte die Kaufbereitschaft der Anleger.
Chip-Aktien unter Druck, Krypto-Werte im Aufwind
Im Chip-Sektor dominierten die Verluste. Im Vorfeld des Nasdaq-Debüts des südkoreanischen Chipherstellers SK Hynix gerieten Speicher- und Chip-Aktien auf breiter Front unter Druck. Intel verlor fast 2%, Sandisk gab mehr als 1,5% nach, und Marvell Technology verzeichnete ein Minus von 1%.
Auf der Gewinnerseite standen dagegen kryptonahe Werte: Strategy und Coinbase legten jeweils rund 5% zu, nachdem der Bitcoin-Preis erstmals seit Mitte Juni die Marke von 64.000 US-Dollar überschritt. Der Anstieg des führenden Kryptowährungspreises beflügelte die gesamte Branche.
Netflix legte leicht zu, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, dass das Unternehmen über die Aufnahme von Live-TV-Sendern in sein Angebot diskutiert und eine Bündelung mit anderen Streaming-Diensten prüft. Laut dem Bericht fanden diese Gespräche statt, während das Nutzerengagement Anzeichen eines Rückgangs zeigte.
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Zur AktienanalyseHochstufungen beflügeln Twilio und Shopify
Twilio und Shopify stiegen beide um 2%, nachdem die Investmentbank Stifel beide Titel auf „Buy" hochgestuft hatte. Die Analysten begründeten ihre Einschätzung damit, dass Twilio über die richtigen Instrumente verfüge, um vom KI-Zyklus zu profitieren, während Shopify seine Marktanteile im E-Commerce weiter ausbauen könne.
Meta rundete die Gewinnerliste ab: Die Aktien des Hyperscalers legten um 3,5% zu und setzten damit die Rallye vom Vortag fort. Auslöser war ein Reuters-Bericht, wonach Meta plant, im September einen KI-Chip in die Produktion zu bringen. Die Aktie steuerte damit auf ein Wochenplus von rund 12% zu – ein beeindruckendes Ergebnis für einen der größten Technologiekonzerne der Welt.


