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Volkswagen plant drastische Kostensenkung um 20 Prozent bis 2028

Sparplan soll Konzern gegen US-Zölle, China-Schwäche und hohe Kosten wappnen.

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Volkswagen plant drastische Kostensenkung um 20 Prozent bis 2028

Volkswagen will die Kosten bis Ende 2028 markenübergreifend um 20 Prozent senken. Das berichtet das Manager Magazin unter Berufung auf Unternehmenskreise. Der deutsche Automobilkonzern reagiert damit auf mehrere Herausforderungen gleichzeitig: steigende Kosten, einen schwierigen chinesischen Markt und die Belastung durch US-Zölle.

CEO Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz präsentierten den "massiven" Sparplan Mitte Januar bei einem vertraulichen Treffen mit den Top-Führungskräften in Berlin. Ein Konzernsprecher bestätigte, dass Volkswagen bereits vor drei Jahren ein umfassendes Sparprogramm gestartet habe, das seither Einsparungen im zweistelligen Milliarden-Euro-Bereich ermöglicht habe. Diese Maßnahmen hätten dem Unternehmen geholfen, geopolitische Belastungen wie US-Zölle auszugleichen.

Wo genau die Einsparungen erfolgen sollen und wie die Zusammenarbeit zwischen den Marken verbessert werden kann, blieb laut Manager Magazin beim Treffen offen. Auch Werksschließungen könnten demnach zur Debatte stehen. Dies widerspricht jedoch einer Vereinbarung mit dem Betriebsrat vom Ende 2024.

Betriebsrat verweist auf Vereinbarung

Betriebsratschefin Daniela Cavallo stellte klar, dass Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen in der Ende 2024 getroffenen Vereinbarung ausdrücklich ausgeschlossen wurden. "Mit dieser Vereinbarung haben wir Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen ausdrücklich ausgeschlossen", erklärte Cavallo. Die Vereinbarung sieht Maßnahmen zur Wettbewerbsfähigkeit vor, die sozialverträglich für die Belegschaft sein sollen.

Europas größter Autobauer baut bis 2030 in Deutschland 35.000 Stellen ab. Die Kernmarke Volkswagen kündigte im Januar an, Führungspositionen zu streichen und die Produktionsplattform zu konsolidieren. Ziel ist es, im gleichen Zeitraum eine Milliarde Euro einzusparen. Ein Update zu den Sparplänen will CEO Blume bei der Bilanzpressekonferenz am 10. März geben.

Herausforderungen in China belasten

Deutsche Autobauer kämpfen in China mit einem intensiven Preiskrieg gegen lokale Konkurrenten. Der chinesische Markt, einst Wachstumsmotor für Volkswagen, entwickelt sich zunehmend zur Belastung. Auch Mercedes-Benz kündigte vergangene Woche an, die Gewinnmarge in der Pkw-Sparte könne 2025 weiter sinken. Der Stuttgarter Konzern setzt ebenfalls auf "strikte Kostendisziplin".

Laut Manager Magazin bleiben die Ausgaben von Volkswagen für Software und die parallele Entwicklung von Verbrennungsmotoren und Elektroantrieben hoch. Das Wolfsburger Unternehmen bekräftigte am Freitag, langfristig am Kurs zu effizienteren und emissionsarmen Fahrzeugen festzuhalten. Die Doppelstrategie bei den Antrieben bindet jedoch erhebliche Ressourcen.

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