Volkswagen plant drastische Investitionskürzungen bis 2026
Effizienzprogramm und Werksumstellungen: Volkswagen setzt auf Kostenreduzierung und Elektromobilität

Volkswagen plant, auch bei seinen Investitionen in den kommenden Jahren erhebliche Kürzungen vorzunehmen. Diese Entscheidung wurde am Freitag während einer Sitzung des Vorstands und Aufsichtsrats des Autokonzerns bekanntgegeben. Ziel ist es, durch ein umfassendes Sparprogramm die Effizienz zu steigern und die Kosten bis zum Jahr 2026 um insgesamt zehn Milliarden Euro zu reduzieren. Obwohl der Sprecher des Unternehmens keine konkreten Einzelheiten über das Sparprogramm preisgab, hatte Volkswagen bereits im Oktober Gespräche mit dem Betriebsrat über dessen Ausgestaltung aufgenommen.
Die unmittelbare Maßnahme zur Kostensenkung begann Anfang November, als Volkswagen einen Einstellungsstopp für die wichtigsten Standorte einführte. Dieser Schritt verdeutlicht die Ernsthaftigkeit des Unternehmens, die finanzielle Situation zu stabilisieren. Die jährliche Planungsrunde im November konzentrierte sich nicht nur auf die Investitionsplanung, sondern auch auf die Belegung der Werke in den nächsten fünf Jahren. Dabei wurden alle Projekte und zugehörigen Budgets strategisch überprüft, um sicherzustellen, dass die erforderliche Disziplin bei den Investitionen aufrechterhalten wird.
Die Höhe des gesamten Investitionsvolumens wurde jedoch nicht bekannt gegeben. Finanzvorstand Arno Antlitz gab jedoch bekannt, dass die Investitionen im Jahr 2024 und 2025 ihren Höchststand erreichen werden, bevor sie in den kommenden Jahren deutlich zurückgehen. Diese Entscheidung wurde mit der aktuellen Doppelbelastung begründet, da Volkswagen sowohl in herkömmliche Verbrenner-Modelle als auch in neue Elektrofahrzeuge investieren muss. Mit dem bevorstehenden Ende der Verbrennerproduktion wird diese Belastung jedoch voraussichtlich wegfallen.
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Zur AktienanalyseDarüber hinaus wurden bereits Eckpunkte für die künftige Belegung der Werke bekannt gegeben. Die geplante neue Fabrik für das Zukunftsmodell Trinity, die ursprünglich in Wolfsburg vorgesehen war, wird nun in Zwickau gebaut. Wolfsburg erwägt stattdessen den Bau eines neuen Elektro-Golfs, während Osnabrück den Zuschlag für die Produktion eines Elektro-Porsche erhalten hat. Diese Veränderungen in der Werksbelegung sind Teil der Bemühungen von Volkswagen, sich verstärkt auf die Elektromobilität zu konzentrieren und die Effizienz des Unternehmens zu steigern.


