Vodafone zieht sich aus Spanien zurück
Zegona Communications übernimmt für fünf Milliarden Euro

In einer strategischen Neuausrichtung hat der britische Telekommunikationsriese Vodafone beschlossen, seine spanische Division zu veräußern. Die Transaktion, die sich auf fünf Milliarden Euro beläuft, wird die spanischen Geschäftsaktivitäten vollständig in die Hände der in London ansässigen Investmentgesellschaft Zegona Communications überführen. Vodafone bestätigte diesen Schritt am Dienstag und markierte damit das Ende einer längeren Suche nach einem Käufer für diesen Geschäftsbereich, der in jüngerer Vergangenheit mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte.
Die Zahlungsmodalitäten des Deals sehen vor, dass ein Großteil des Kaufpreises, nämlich mindestens 4,1 Milliarden Euro, in bar entrichtet wird. Die restlichen bis zu 900 Millionen Euro sollen durch die Ausgabe von Vorzugsaktien beglichen werden. Vorausgesetzt, dass die zuständigen Behörden grünes Licht geben, wird erwartet, dass der Verkauf bis zum Sommer des nächsten Jahres abgeschlossen sein wird. Darüber hinaus wurde vereinbart, dass die Marke Vodafone für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren weiterhin genutzt wird. Nach Bekanntgabe der Nachricht verzeichneten die in London notierten Vodafone-Aktien einen Rückgang von bis zu zwei Prozent.
Die frisch ernannte Vodafone-Chefin Margherita Della Valle kommentierte den Verkauf als einen entscheidenden Schritt zur Neuausrichtung des Unternehmensportfolios. Sie verwies auf die strukturellen Herausforderungen des spanischen Marktes, die sich in "strukturell niedrigen Renditen" niederschlagen.
In Spanien rangiert Vodafone derzeit auf dem dritten Platz hinter dem heimischen Telekommunikationsgiganten Telefonica und der spanischen Niederlassung des französischen Unternehmens Orange. Der spanische Markt ist bekannt für seinen intensiven Wettbewerb, und Vodafone hat insbesondere in Spanien und Italien mit harten Preiskämpfen zu kämpfen gehabt.
Die Nachricht von der bevorstehenden Transaktion hatte sich bereits am Wochenende verdichtet, als Berichte aufkamen, dass Vodafone kurz vor dem Verkauf eines bedeutenden Geschäftsanteils stehe. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg wurde der Wert der spanischen Division zu diesem Zeitpunkt auf über fünf Milliarden Euro geschätzt.
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Zur AktienanalyseEamonn O'Hare, der Geschäftsführer von Zegona, zeigte sich optimistisch, dass es möglich sein wird, dem spanischen Geschäftsbereich von Vodafone neues Leben einzuhauchen. Er betonte jedoch, dass dies kein schneller Prozess sein wird, sondern eine langfristige und intensive Anstrengung erfordern wird.


