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Vodafone Deutschland kämpft mit Kundenschwund

Preissteigerungen federn Umsatzrückgang ab, strategische Neuausrichtung zeigt erste Erfolge

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Vodafone Deutschland kämpft mit Kundenschwund

Vodafone Deutschland steht vor neuen Herausforderungen im hart umkämpften Telekommunikationsmarkt. Trotz einer Preissteigerung und strategischen Bemühungen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit verzeichnet das Unternehmen weiterhin einen Kundenschwund in seinen Kerngeschäftsbereichen. Im abgelaufenen Quartal musste Vodafone Deutschland einen Rückgang in der Kundenbasis im Festnetz, TV-Geschäft und Mobilfunk hinnehmen. Dies spiegelt sich in einem Verlust von 76.000 Festnetzkunden, 136.000 TV-Kunden und 143.000 Mobilfunkkunden wider. Dennoch gelang es dem Unternehmen, den Umsatzschwund durch Preissteigerungen abzufedern und den Anteil der lukrativeren Vertragskunden im Mobilfunk auf 63,4 Prozent zu steigern.

Die Gesamtperformance von Vodafone auf dem internationalen Parkett zeigt ein gemischtes Bild. Während der Gesamtumsatz um 2,3 Prozent auf 11,37 Milliarden Euro sank, konnte der Konzern in einigen Bereichen, insbesondere in Großbritannien, Wachstum verzeichnen. Hier stiegen die Serviceumsätze im abgelaufenen Quartal um 5,2 Prozent. Dies steht im Kontrast zur Situation in Deutschland, wo das Wachstum mit einer Zunahme von lediglich 0,3 Prozent auf 2,89 Milliarden Euro deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb.

Philippe Rogge, der Chef von Vodafone Deutschland, bleibt trotz der Herausforderungen optimistisch. Er verweist auf den Anstieg der Mobilfunk-Vertragskunden um 95.000 als ein Zeichen dafür, dass die eingeschlagene Strategie Früchte trägt. Rogge hatte zuvor eine Reformstrategie angekündigt, die auf Ehrlichkeit und verbesserte Leistungen abzielt, um das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen. Diese Strategie scheint erste positive Ergebnisse zu zeigen, auch wenn der Weg zur vollständigen Erholung noch weit ist.

Auch international sieht sich Vodafone mit Herausforderungen konfrontiert, insbesondere in Italien, wo der Konzern einen beschleunigten Rückgang der Service-Umsätze hinnehmen musste. Die geplante Fusion der Italien-Töchter von Vodafone und Iliad scheiterte zudem an unterschiedlichen Preisvorstellungen. Konzernchefin Margherita Della Valle setzt auf einen harten Sanierungskurs, der von Verkäufen und Zusammenschlüssen geprägt ist, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen.

Trotz der aktuellen Herausforderungen bekräftigte Vodafone seine Ziele für das Geschäftsjahr 2023/2024, mit einem angestrebten operativen Gewinn von 13,3 Milliarden Euro und einem Free Cashflow von 3,3 Milliarden Euro. Die Reaktion der Anleger auf die vorgelegten Zahlen war jedoch verhalten, und die Aktien von Vodafone fielen an der Londoner Börse um bis zu zwei Prozent. Dies unterstreicht die Skepsis des Marktes hinsichtlich der kurz- bis mittelfristigen Aussichten des Telekommunikationsriesen.

Vodafone

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