Virgin Galactic Aktie steigt nach Wiederaufnahme des Flugbetriebs
VSS Unity absolviert erste Gleitflüge in New Mexico – Aktie legt im vorbörslichen Handel um 7,5 Prozent zu.

Die Aktie von Virgin Galactic Holdings Inc (NYSE: SPCE) legte am Freitag im vorbörslichen Handel um 7,5 Prozent zu. Auslöser war die Ankündigung des Raumfahrtunternehmens, dass sein Raumschiff VSS Unity den Flugbetrieb am Spaceport America im US-Bundesstaat New Mexico wieder aufgenommen hat. Anleger reagierten positiv auf die Nachricht, die einen wichtigen operativen Meilenstein für das Unternehmen markiert.
Die Unity absolvierte den ersten von mehreren geplanten Gleitflügen. Diese Flüge dienen einem klar definierten Zweck: Piloten und Einsatzteams sollen auf den Betrieb der neuen Raumschiffe der nächsten Generation vorbereitet werden. Gleichzeitig fördern die Flüge die Einsatzbereitschaft von Bodencrew, Wartungsteams und der Missionskontrolle.
Realitätsnahe Simulation für neue Raumschiffe
Mike Moses, President of Spaceline bei Virgin Galactic, betonte die Bedeutung der Trainingsflüge. Laut Moses bieten die Gleiteigenschaften und das Energiemanagementprofil der Unity eine realitätsnahe Simulation für die nächste Generation der Raumschiffe. Das Gleitprofil, der Landeanflug und die Cockpitsicht entsprechen dem neuen Fahrzeug – die Piloten sammeln damit praktische Erfahrungen unter Bedingungen, die sie beim Erstflug des neuen Raumschiffs erwarten.
Für Virgin Galactic sind diese Trainingsflüge ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Wiederaufnahme des kommerziellen Raumfahrtbetriebs. Das Unternehmen hatte seinen regulären Flugbetrieb zuvor eingestellt, um die Entwicklung einer neuen Raumschiffgeneration voranzutreiben. Die aktuellen Gleitflüge mit der Unity überbrücken diese Übergangsphase und halten die operativen Teams in Übung.
Zeitplan für neue Raumschiffe steht
Virgin Galactic hat einen konkreten Fahrplan für die kommenden Monate veröffentlicht. Im dritten Quartal 2026 sollen Gleittests mit dem ersten neuen Raumschiff beginnen. Raketengetriebene Testflüge ins All sind für das vierte Quartal 2026 geplant. Die Raumschiffe der nächsten Generation sind für zwei Flüge pro Woche ausgelegt und sollen eine Lebensdauer von mehr als 500 Missionen pro Fahrzeug erreichen – ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem bisherigen Betriebsmodell.
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Zur AktienanalyseUnabhängig von den Flugmeldungen gab Virgin Galactic auch eine rechtliche Einigung bekannt. Das US-Bezirksgericht für den östlichen Distrikt von New York erteilte am 19. Mai 2026 die vorläufige Genehmigung für einen Vergleichsvorschlag in Aktionärs-Derivativklagen. Der Vergleich sieht eine Zahlung von 2,75 Millionen US-Dollar durch die Versicherer des Unternehmens an Virgin Galactic vor, wovon das Unternehmen die Hälfte einbehalten wird.
Nach Erteilung der endgültigen Genehmigung sollen voraussichtlich alle Ansprüche in diesen Verfahren abgewiesen oder für gegenstandslos erklärt werden. Die betroffenen derzeitigen und ehemaligen Führungskräfte sowie Direktoren des Unternehmens haben sämtliche Ansprüche und Vorwürfe eines Fehlverhaltens zurückgewiesen. Für Anleger bedeutet die Beilegung des Rechtsstreits eine weitere Unsicherheit weniger auf dem Weg zur operativen Erholung des Unternehmens.

