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Vireo Growth: Großer Cannabis-Betreiber kämpft um Investoreninteresse

Vireo Growth zählt zu den umsatzstärksten Multi-State Operators, doch Anleger meiden die Aktie – trotz aggressiver Wachstumsstrategie.

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Vireo Growth: Großer Cannabis-Betreiber kämpft um Investoreninteresse

Vireo Growth (VREOF) hat sich durch eine Reihe von Akquisitionen zu einem der größten Cannabis-Betreiber in den USA entwickelt – doch das Interesse der Investoren bleibt aus. Trotz einer wachsenden Marktpräsenz in mehreren US-Bundesstaaten und einer aktiven Übernahmestrategie findet das Unternehmen in der Cannabis-Investmentgemeinschaft kaum Anklang. Das analysiert Alan Brochstein, CFA, Gründer der Plattform 420 Investor und Autor bei New Cannabis Ventures.

Der aktuelle Aktienkurs von VREOF liegt bei 0,45 US-Dollar und ist damit seit Jahresbeginn um 26,6 Prozent gefallen. Besonders auffällig: Dieser Kurs liegt deutlich unter dem Ausgabepreis der großen Kapitalerhöhung Ende 2024, die bei 0,625 US-Dollar je Aktie durchgeführt wurde. Das bedeutet, dass nicht nur Börseninvestoren Verluste verzeichnen, sondern auch Verkäufer, die im Rahmen von Übernahmen VREOF-Aktien erhalten haben, aktuell im Minus liegen.

Geringes Handelsvolumen als strukturelles Problem

Ein zentrales Hindernis für eine breitere Wahrnehmung ist das niedrige Handelsvolumen. Im vergangenen Monat lag das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen bei lediglich 251.000 Aktien, was einem täglichen Handelswert von rund 100.000 US-Dollar entspricht. Dieser Wert liegt weit unter dem Niveau vergleichbarer Wettbewerber im Cannabis-Sektor. Aus diesem Grund verfehlt VREOF weiterhin die Aufnahmekriterien für den Global Cannabis Stock Index – trotz seiner Größe nach Umsatz.

Brochstein selbst hat das Unternehmen früher auf seiner sogenannten Focus List bei 420 Investor geführt, es jedoch inzwischen gestrichen. Er beobachte die Entwicklungen zwar weiterhin, sehe aber aufgrund der genannten Faktoren keinen Anlass, die Aktie aktiv zu empfehlen.

Ein bemerkenswerter Aspekt der jüngsten Unternehmensgeschichte ist die Beteiligung von Scotts Miracle-Gro. Das seit 1992 börsennotierte Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 3,6 Milliarden US-Dollar hat beim Rückzug aus seiner Hawthorne-Sparte eine große Anzahl an VREOF-Aktien übernommen. Konkret handelt es sich um 213 Millionen Aktien, die zu einem „angenommenen Preis von 0,60 US-Dollar" je Aktie bewertet wurden. Allerdings wurde VREOF seit Januar nicht mehr zu diesem Preis gehandelt. Als die Transaktion Ende Januar bekannt gegeben wurde, schloss die Aktie bei 0,5553 US-Dollar.

Wachstum durch Übernahmen – aber ohne Kursphantasie

Vireo Growth hat sein Wachstum zuletzt aktiv vorangetrieben. Zu den jüngsten Meldungen zählen die Übernahme von The Hawthorne Gardening Company sowie die geplante Kombination mit Glass House Brands in Kalifornien. Das Unternehmen hat zudem sein Management umstrukturiert und ist in zahlreichen US-Märkten aktiv.

Dennoch stellt Brochstein die kritische Frage, die sich Cannabis-Aktieninvestoren und Anleihegläubiger stellen sollten: Warum interessiert sich bisher scheinbar niemand für das Unternehmen? Ein bedeutender MSO, der seinen Wachstumsplan durch mehrere Akquisitionen konsequent umsetzt, bleibt in der Investmentgemeinschaft weitgehend unbeachtet – ein Umstand, der sowohl Chancen als auch Risiken signalisieren kann.

Ob die Aktie von Vireo Growth ihre Inhaber künftig belohnen wird, lässt Brochstein bewusst offen. Er empfiehlt weder Kauf noch Verkauf, mahnt aber zur kritischen Auseinandersetzung mit den Gründen für die anhaltende Investorenzurückhaltung.

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