Viking Mines verkauft Goldprojekt und fokussiert auf Wolfram in Nevada
Der australische Bergbaukonzern trennt sich von seinem Goldprojekt First Hit in Westaustralien für bis zu 5 Millionen Dollar.

Die an der australischen Börse ASX notierte Viking Mines hat eine verbindliche Vereinbarung zur Veräußerung ihres Goldprojekts First Hit in Westaustralien unterzeichnet. Käufer ist das ebenfalls börsennotierte Unternehmen First Au. Das Paket umfasst insgesamt 12 Konzessionsgebiete und soll Viking Mines ermöglichen, sich vollständig auf sein strategisches Kernprojekt in den USA zu konzentrieren.
Die Gesamtgegenleistung beläuft sich auf bis zu 5 Millionen Dollar. Davon werden 2,2 Millionen Dollar vorab fällig: 1,2 Millionen Dollar in bar sowie Aktien von First Au im Wert von 1 Million Dollar. Die verbleibenden 2,8 Millionen Dollar sind an Bedingungen geknüpft und werden in Form von sogenannten Performance Rights ausgezahlt – also erfolgsabhängigen Vergütungskomponenten, die an künftige Explorationsergebnisse gebunden sind.
Bemerkenswert ist, dass Viking Mines durch die Aktien- und erfolgsabhängigen Komponenten der Vereinbarung weiterhin maßgeblich an der künftigen Wertentwicklung des Projekts beteiligt bleibt. Aktionäre von Viking können somit auch nach dem Verkauf von Explorationserfolgen bei First Hit profitieren – ohne selbst die Kosten für weitere Bohrungen tragen zu müssen.
Strategischer Schwenk Richtung Wolfram in Nevada
Der Verkauf des Goldprojekts dient einem klaren strategischen Zweck: Viking Mines will seine gesamten Kapital- und Technikressourcen auf das Wolframprojekt Linka im US-Bundesstaat Nevada bündeln. Dort soll in den kommenden Wochen eine erste Reverse-Circulation-Bohrkampagne starten – die ersten Bohrungen auf dem Projekt seit über vier Jahrzehnten.
Julian Woodcock, Managing Director und CEO von Viking Mines, erläuterte die Transaktion mit deutlichen Worten: „Sie realisiert den Wert eines hochwertigen Goldprojekts, das nicht mehr zu unserer Kernstrategie gehört, und zwar so, dass unsere Aktionäre weiterhin an dessen Potenzial partizipieren, während First Au die Entwicklung vorantreibt. First Hit verdient einen engagierten Eigentümer, und dieser Eigentümer hat sich nun dazu verpflichtet, Bohrungen durchzuführen – ohne Kosten für uns."
Woodcock betonte zudem die Bedeutung des Deals für die strategische Ausrichtung des Unternehmens: „Für Viking schärft dies einen bereits klaren Fokus. Unsere Priorität liegt auf Linka, wo wir über alle Genehmigungen verfügen, die Verträge unterzeichnet sind und wir nur noch Wochen von den ersten Bohrungen seit über vier Jahrzehnten entfernt sind."
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Zur AktienanalyseWolfram gilt weltweit als kritischer Rohstoff und wird vor allem in der Industrie, der Rüstungstechnik sowie in der Halbleiterproduktion eingesetzt. Die USA haben in den vergangenen Jahren verstärkt Interesse daran, die Versorgung mit strategischen Metallen aus heimischen Quellen zu sichern – ein Umstand, der Projekten wie Linka in Nevada zusätzlichen Rückenwind verleiht.
Der CEO von Viking Mines unterstrich diesen Aspekt ebenfalls: „Dieser Deal stärkt unsere Bilanz und erlaubt es uns, unsere volle Aufmerksamkeit auf ein US-Wolframprojekt zu richten, das genau zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt kommt."
Für Viking Mines bedeutet die Transaktion damit eine klare Neuausrichtung: weg von einem nicht zum Kerngeschäft gehörenden Goldprojekt in Australien, hin zu einem Wolframprojekt in den USA, das das Unternehmen als sein Vorzeigeprojekt betrachtet. Die Stärkung der Bilanz durch den Barmittelzufluss sowie die Entlastung von künftigen Explorationskosten bei First Hit verschaffen Viking Mines zusätzlichen finanziellen Spielraum für die bevorstehende Bohrkampagne in Nevada.


