Viaplay steigert Q2-Umsatz und kehrt in die Gewinnzone zurück
Der schwedische Unterhaltungsanbieter Viaplay meldet für Q2 einen Nettoumsatz von SEK 5,51 Milliarden und einen Reingewinn von SEK 70 Millionen.
Die Viaplay Group hat für das zweite Quartal starke Zahlen vorgelegt. Der in Schweden ansässige Unterhaltungsanbieter erzielte einen Nettoumsatz von SEK 5,51 Milliarden – eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit setzt das Unternehmen seinen Erholungskurs fort.
Besonders bemerkenswert ist die Rückkehr in die Gewinnzone: Viaplay erzielte im Quartal einen Reingewinn von SEK 70 Millionen, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust verbucht worden war. Das Betriebsergebnis (EBIT) erreichte SEK 253 Millionen – ein deutliches Signal für die operative Stärke des Unternehmens.
Streaming-Wachstum und Kosteneffizienz
Ein zentraler Wachstumstreiber war das Streaming-Geschäft: Der organische Umsatz mit Streaming-Abonnements stieg um 7 Prozent. Verantwortlich dafür waren ein höherer durchschnittlicher Umsatz pro Nutzer sowie eine stabile Abonnentenbasis. Premium-Sportprogramme und lokale Inhalte zogen dabei ein großes Publikum an und trugen sowohl zum Wachstum der Zuschauerzahlen als auch des Umsatzes bei.
Die Integration von Allente – dem gemeinsamen Satelliten-TV-Unternehmen von Viaplay und Telenor – lieferte bereits erste Früchte. Sie brachte Kosteneffizienzen und erste Synergien, die dazu beitrugen, die inflationsbedingt steigenden Content-Kosten auszugleichen. Viaplay erwartet, dass die jährlichen Cash-Synergien aus der Allente-Integration im Jahr 2027 ein Niveau von SEK 300 bis 400 Millionen erreichen werden.
Strategischer Rückzug aus den Niederlanden
Im Rahmen seiner Fokussierungsstrategie gab Viaplay den Verkauf seiner niederländischen Aktivitäten für EUR 142 Millionen bekannt. Dieser Schritt ist Teil der Strategie, sich auf die nordischen Märkte zu konzentrieren und gleichzeitig die Nettoverschuldung zu reduzieren. Für deutsche Anleger ist dies ein klares Signal: Viaplay setzt auf Kernmärkte statt auf geografische Expansion.
Der Verkauf der Niederlande-Sparte ist nicht der erste Schritt dieser Art. Viaplay hatte in den vergangenen Jahren ambitionierte internationale Expansionspläne verfolgt, die das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gebracht hatten. Die aktuelle Strategie der Konsolidierung und Schuldenreduzierung zeigt nun erste messbare Erfolge.
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Zur AktienanalyseLangfristige Ziele bestätigt
Viaplay hält an seinen Finanzzielen für 2026 fest und bestätigte das langfristige Ziel, bis 2028 eine zweistellige EBITDA-Marge zu erreichen. Die EBITDA-Marge – also das Verhältnis von Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zum Umsatz – gilt als wichtiger Indikator für die operative Profitabilität eines Medienunternehmens.
Die Quartalsergebnisse zeigen, dass Viaplay auf dem richtigen Weg ist: Umsatzwachstum, Rückkehr in die Gewinnzone und eine klare strategische Ausrichtung auf profitable Kernmärkte sprechen für eine nachhaltige Erholung des schwedischen Streaming-Anbieters.


