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Verluste an der Wall Street zum Wochenschluss

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Verluste an der Wall Street zum Wochenschluss

Die Wall Street hat den Handel zum Wochenschluss mit deutlichen Verlusten beendet. Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump sowie gemischte Konjunkturdaten sorgten für Verunsicherung unter den Anlegern. Der Nasdaq Composite-Index fiel um 1,36 Prozent, während der Nasdaq 100 um 1,3 Prozent nachgab. Der Dow Jones verlor 0,99 Prozent und schloss bei 44.303 Punkten, der S&P 500 sank um 0,9 Prozent auf 6.025 Zähler.

Die aktuellen Arbeitsmarktdaten der USA dämpften die Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung durch die Federal Reserve. Im Januar wurden lediglich 143.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, deutlich weniger als die erwarteten 170.000. Die Arbeitslosenquote sank jedoch von 4,1 auf 4,0 Prozent und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Mai des Vorjahres. Trotz der gemischten Daten bewerteten Marktbeobachter den US-Arbeitsmarkt insgesamt als robust, was die Notwendigkeit für eine schnelle Zinswende relativiert.

Zusätzliche Unsicherheit entstand durch Trumps Ankündigung, in der kommenden Woche neue Gegenzölle gegen zahlreiche Länder zu verhängen. Diese Maßnahmen sollen Importe betreffen, die vergleichbare Zölle wie amerikanische Exporte erheben. Auch der schwächer als erwartete Ausblick von Amazon belastete den Markt. Der Technologiekonzern prognostizierte für das laufende Quartal einen Umsatz zwischen 151 und 155,5 Milliarden US-Dollar, während Analysten von über 158 Milliarden ausgegangen waren. Die Amazon-Aktie verlor vier Prozent.

Am Rentenmarkt führten die Konjunkturdaten zu einem Anstieg der Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen auf 4,48 Prozent. Auch der DAX musste nach einem Rekordhoch bei 21.945 Punkten Verluste hinnehmen und schloss bei 21.787 Punkten, ein Minus von 0,53 Prozent. Trotz dieser Rückgänge zeigte sich der deutsche Leitindex im Wochenvergleich stabil mit einem leichten Gewinn von 0,25 Prozent.

Der Euro geriet nach den US-Arbeitsmarktdaten unter Druck und fiel auf 1,0331 US-Dollar. In Deutschland sank die Industrieproduktion im Dezember um 2,4 Prozent, während die Exporte überraschend um 2,9 Prozent stiegen. An den Rohstoffmärkten stieg der Ölpreis leicht auf 74,59 Dollar je Barrel, blieb jedoch aufgrund von Trumps Zollpolitik unter Druck. Der Goldpreis bewegte sich mit 2.861 Dollar je Feinunze nahe an seinem Rekordhoch.

Im Unternehmenssektor verzeichnete Porsche einen Kursrückgang von über sieben Prozent nach der Ankündigung eines Sparprogramms und der Rückkehr zu mehr Verbrennermodellen. Rheinmetall profitierte von einem neuen Bundeswehr-Auftrag und legte knapp zwei Prozent zu. Gerresheimer-Aktien stiegen um fast zehn Prozent nach Berichten über ein mögliches Interesse von Finanzinvestoren. Talanx übertraf seine Gewinnprognose mit einem Nettogewinn von 1,98 Milliarden Euro.

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