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Verizon-Aktie vor Q3-Zahlen: Lohnt sich der Kauf jetzt?

Am 26. Oktober legt Verizon seine Q3-Ergebnisse vor – bei einem KGV unter neun und 6,2% Dividendenrendite.

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Verizon-Aktie vor Q3-Zahlen: Lohnt sich der Kauf jetzt?

Die Aktie von Verizon Communications steht vor einem wichtigen Termin: Am 26. Oktober veröffentlicht der US-Telekommunikationsriese seine Quartalszahlen für das dritte Quartal. Für Anleger stellt sich die Frage, ob ein Einstieg vor diesem Datum sinnvoll ist – oder ob die anhaltenden Zinssorgen jeden positiven Impuls zunichtemachen könnten.

Verizon wird derzeit mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von weniger als neun gehandelt. Das ist eine außergewöhnlich niedrige Bewertung, die die Aktie auf den ersten Blick attraktiv erscheinen lässt. Hinzu kommt eine Dividendenrendite von 6,2% – ein Wert, der weit über dem Durchschnitt des S&P 500 von 1,1% liegt.

Allerdings hat die Aktie zuletzt Gegenwind erfahren. Seit die US-Notenbank Federal Reserve im vergangenen Monat die Zinsen angehoben hat, ist der Kurs gefallen. Steigende Zinsen belasten traditionell Dividendenaktien wie Verizon, weil festverzinsliche Alternativen für Anleger attraktiver werden.

Die Details

Die Quartalsergebnisse des ersten und zweiten Quartals dieses Jahres hatten der Aktie jeweils Auftrieb gegeben. Besonders die Zahlen aus dem Juli sorgten für Bewegung: Verizon erzielte damals Rekordzahlen und hob zugleich die Prognose für das Gesamtjahr an. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen ein Wachstum von 2,5% bis 3% bei den Umsätzen im Mobilfunk- und Breitbandbereich.

Dieses Wachstumstempo ist moderat – und das ist für Verizon auch keine Überraschung. Das Unternehmen ist ein ausgereifter Telekommunikationskonzern, der keine spektakulären Wachstumssprünge liefert, dafür aber stabile und wiederkehrende Einnahmen generiert. Genau das erwarten Anleger von einem solchen Titel typischerweise auch.

Sollte Verizon im dritten Quartal erneut eine starke Performance zeigen und die Jahresprognose erneut anheben, könnte dies der Aktie einen weiteren Schub verleihen – so wie es nach den ersten beiden Quartalsergebnissen des Jahres der Fall war. Doch selbst bei guten Zahlen bleibt das Zinsumfeld ein Risikofaktor, der die Kursentwicklung bremsen könnte.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 25. Juli 2026 berichtete aktien.news, dass die Verizon-Aktie rund 5,7 Prozent zulegte, nachdem das Unternehmen starke Q2-Zahlen und eine neue KI-Wachstumsstrategie präsentiert hatte. Im zweiten Quartal gewann Verizon 184.000 neue Postpaid-Mobilfunkkunden hinzu – die größten Zuwächse bei lukrativen Postpaid-Privatkundenkonten im zweiten Quartal seit einem halben Jahrzehnt. Zusätzlich verzeichnete das Unternehmen 348.000 neue Breitbandanschlüsse.

Am 17. September 2026 hob aktien.news hervor, dass Verizon mit einer Dividendenrendite von 5,6 Prozent wertorientierte Anleger anspricht und rund 147 Millionen Kunden landesweit versorgt. Bereits am 30. Mai 2026 war Verizon als interessante Dividendenaktie für einkommensorientierte Anleger eingestuft worden, mit einer damals erwarteten Dividendenrendite von 5,82%.

Am 30. September 2026 stellte aktien.news Verizon im direkten Vergleich mit dem Konkurrenten AT&T vor. Beide Unternehmen zahlen attraktive Dividenden und stehen im Fokus passiver Einkommensinvestoren. Die Analyse basierte auf Aktienkursen vom 27. September 2026.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger, die auf regelmäßige Ausschüttungen setzen, bietet Verizon eine Dividendenrendite von 6,2% – ein Niveau, das im aktuellen Marktumfeld schwer zu finden ist. Die niedrige Bewertung mit einem KGV unter neun deutet darauf hin, dass der Markt die Aktie bereits mit erheblichem Pessimismus einpreist. Das kann ein Risiko sein, aber auch eine Chance für geduldige Investoren.

Wichtig ist jedoch: Die Zinssorgen sind real. Steigende Zinsen haben die Aktie trotz guter Quartalsergebnisse immer wieder belastet. Anleger sollten sich bewusst sein, dass selbst starke Q3-Zahlen den Kurs nicht zwingend dauerhaft nach oben treiben werden, solange das Zinsumfeld unsicher bleibt. Kurzfristige Kursgewinne nach der Ergebnisveröffentlichung sind möglich, aber nicht garantiert.

Für langfristig orientierte Anleger, die bereit sind, fünf oder mehr Jahre zu investieren, könnte Verizon dennoch einen überzeugenden Wert bieten. Die Kombination aus niedriger Bewertung und hoher, nachhaltiger Dividendenrendite macht den Titel für ein langfristiges Engagement interessant – unabhängig davon, wie die Q3-Zahlen im Detail ausfallen.

Ausblick

Der entscheidende Termin ist der 26. Oktober, wenn Verizon die Quartalsergebnisse für das dritte Quartal veröffentlicht. Sollte das Unternehmen erneut solide Zahlen liefern und die Jahresprognose – aktuell 2,5% bis 3% Wachstum bei Mobilfunk- und Breitbandumsätzen – nochmals anheben, könnte das kurzfristig positive Impulse für die Aktie liefern.

Mittelfristig bleibt das Zinsumfeld der entscheidende Faktor. Erst wenn der Markt wieder optimistischer gegenüber Telekommunikationswerten gestimmt ist, dürfte die Aktie ihr volles Potenzial entfalten können. Wann genau das der Fall sein wird, lässt sich aus den vorliegenden Informationen nicht ableiten.

Kurz erklärt

  • Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): Kennzahl, die den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie setzt und zur Bewertung einer Aktie dient.
  • Dividendenrendite: Prozentualer Anteil der jährlichen Dividende am aktuellen Aktienkurs, ein Maß für die laufende Ausschüttung.
  • Postpaid-Mobilfunkkunden: Mobilfunkkunden, die ihr Vertragsguthaben im Nachhinein bezahlen und als besonders wertvoll und stabil gelten.
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