Verdienste steigen deutlich bei Vollzeitbeschäftigten
Mittlerer Lohn über 52.000 Euro, Reallohnzuwachs nach Inflation von 3,1 Prozent

Der mittlere Bruttojahresverdienst von Vollzeitbeschäftigten in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf 52.159 Euro gestiegen. Dieser sogenannte Medianwert bedeutet, dass die Hälfte der Beschäftigten einschließlich steuerpflichtiger Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld genau diesen Betrag oder mehr verdient hat, während die andere Hälfte weniger erhielt. Im Gegensatz zum Durchschnittswert, der stark durch besonders hohe Gehälter einzelner Beschäftigter beeinflusst wird, gibt der Median einen realistischeren Eindruck der Einkommensverteilung.
Der durchschnittliche Bruttojahresverdienst lag bei 62.235 Euro und war damit deutlich höher als der Median. Dies liegt daran, dass hohe Gehälter das arithmetische Mittel nach oben verzerren. Besonders deutlich wird dies am Einkommen des obersten Prozents der Beschäftigten, das bei mindestens 213.286 Euro lag. Auf der anderen Seite mussten die unteren zehn Prozent der Beschäftigten mit 32.526 Euro oder weniger im Jahr auskommen.
Sowohl der mittlere als auch der durchschnittliche Verdienst stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent. Dieser Anstieg der Nominallöhne wurde bereits zuvor vom Statistischen Bundesamt mit 5,4 Prozent beziffert. Nach Abzug der Inflationsrate, die im vergangenen Jahr 2,2 Prozent betrug, ergibt sich ein realer Lohnzuwachs von 3,1 Prozent. Somit konnten die Beschäftigten einen Teil der Kaufkraftverluste aus den Jahren mit besonders hoher Inflation wettmachen.
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Zur AktienanalyseDie zugrunde liegenden Zahlen stammen aus der Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts für das Jahr 2024. In die Berechnungen flossen ausschließlich die Einkommen von Vollzeitbeschäftigten ein, wobei neben dem Grundgehalt auch steuerpflichtige Sonderzahlungen berücksichtigt wurden. Durch diese Methode sollen möglichst realitätsnahe Daten zur tatsächlichen Einkommenssituation erfasst werden.

